

Sommer und Herbst sehr unterschiedlich
Nach einem unbeständigen Sommer wird häufiger der Herbst beständiger und freundlich.
Der November 2011 war sogar so extrem trocken und freundlich wie in der gesamten Wettergeschichte noch nicht, seitdem es Aufzeichnungen gibt.
Der Frühling tut sich schwer. Der Mai verläuft sehr wechselhaft, was sich auch in der letzten Dekade fortsetzt.




Die Sommerbilanz 2012 war durchwachsen.
Nach einem sehr durchwachsenen Start im Juni, der zu kühl, zu nass und deutlich zu wenig Sonne hatte, steigerte sich der Sommer bis zum August deutlich.
Der Juni hatte sogar einige Nächte mit Frost, der an der Station Ruhrquellenhütte im Messnetz des Wetterportals gemessen wurde. Besonders die Sonnenscheindauer war im Juni deutlich unterdurchschnittlich mit nur rd. 50 % der normalen Stunden (Vergleich zum 30-Jahres Mittel). Dies war damit eines der drei sonnenscheinärmsten Junimonate seit 1955.
Der Juli setzte die Tendenz zunächst weiter fort. Insbesondere in den Tagen zwischen dem 11. und 20. des Monats war die Sonne bei sehr kühlen Temperaturen kaum zu sehen.
Erst danach fing sich das Wetter bis zum Monatsende deutlich und zwischen dem 24. und 27. Juli setzte eine erste sehr sommerliche Phase ein. Hier wurden Werte von erstmals über 25°C (Kahler Asten 27°C), und in den Tallagen bis 30°C gemessen. In der Nacht zum 28. Juli beendete eine starke Gewitterfront den Sommerabschnitt.
Der letzte Sommermonat August startete zunächst erneut mit wechselhaften Bedingungen, wenn auch nicht so unterkühlt wie Mitte Juli.
Zum Ende der Sommerferien schwang sich die Witterung dann aber noch zu Höchstleistungen auf.
Am 19. stiegen die Werte selbst auf dem Kahlen Asten bis 29,3 °C und im 740 m hoch gelegenen Neuastenberg konnte mit 30,3°C ein in dieser Höhenlage seltener Hitzetag aufgezeichnet werden.
In der folgenden Nacht sanken die Werte lange Zeit nicht unter 25°C, am Kahlen Asten war es die zweitwärmste Nacht seit mindestens 1955.
Fazit: Die Höhen und Tiefen des meteorologischen Sommers 2012 führten dazu, dass der Mittelwert der Temperatur vergleichsweise (Mittel: 1961-1990) als normal einzustufen ist.
Niederschläge fielen, vor allem durch den trockenen August, sogar zu wenig.
Einzig die Sonnenscheinbilanz konnte der
freundliche Abschluss nicht vollständig ausgleichen.
Der Gebirgssommer ist ein besonderer. Man spürt das typische der gemäßigten Klimazone, die uns eine der reizvollsten grünen Landschaften der Erde überhaupt beschert.
Die Sonne scheint ein bisschen weniger und unbeständige Phasen mit Niederschlägen sind normal.
Die Temperaturen werden fast nie heiß, d.h. über 30°C. Die mittlere Zahl der wamen Tage (über 25°C) auf dem Kahlen Asten sind an einer Hand abzulesen.
Das ist aber gut und zwar für aktive, gesundheitsbewußte Menschen, die eine schöne Landschaft lieben.
Wie sich der Gebirgssommer zeigt und welche großen Vorzüge er hat, erfahren Sie bald im Wetterarchiv Sommer