
Nach der sibirischen Kälte und dem Neuschnee im Februar war der März im Sauerland meist trocken, sonnig und sehr mild. Erst die letzten Tage brachten einen Temperatursturz mit nass-kühlem Nordwestwetter.
Damit war der metereologische Winter meist zu mild, aber aufgrund der extremen Kälte Ende Ende Januar/Anfang Februar fast normal vom Temperatur-Mittelwert (-2,23°C).
Der April startet dann sehr kühl mit Frost und einigen Schneeflocken auf den Bergen. Unter mehr Hochdruckeinfluss ist in der Karwoche nachts Frost bis -5°C zu erwarten. Das Osterwetter bleibt noch offen.

Sehr unterschiedlicher Winterverlauf
mit extrem kalten und schneereichen Dezember und schneearmem, etwas zu mildem Hochwinter (Januar und Februar) bis zum trocken-milden März.
Dezember war einer der kältesten und schneereichsten Dezember der letzten 70 Jahre mit max. 93 cm Schnee und -6,2 °C als Mitteltemperatur Kahler Asten
Januar: mit -1,6°C Mittel (Kahler Asten) etwas zu mild (gegenüber 30 J.-Mittel) und deutlich weniger Naturschnee.
Februar: -1,5 °C Mittel (Kahler Asten) 1,0 grd C zu mild und fast naturschneelos auch auf dem Kahlen Asten.
März: +2,6 °C Mittel (Kahler Asten) um 2,7 grd zu warm und extrem trocken mit 5 mm Niederschlag.

Die Bilanz des ersten Jahrzehntes im neuen Jahrhundert zeigt es deutlich: Die Winter sind wieder schneereicher und kälter als vor 20 Jahren.
Die Frage stellt sich, ob sich diese Tendenz (besonders auch) der letzten zwei schneereichen Winter fortsetzt?
Was bestimmen kalte Winter?
Abhängig sind Winter von verschiedenen Faktoren.
Nicht nur der Klimawandel wirkt, sondern auch natürliche Schwankungen des Klimas und weitere Klimabesonderheiten

Im vergangenen Winter waren es insbesondere das Wetterphänomen „El nino“ sowie die bemerkenswerte Häufung von West- und Nordlagen mit dem gleichzeitigen Ausbleiben milder Südwestwinde, die den Winter zu einem der kältesten der letzten 20 bis 30 Jahre gemacht haben.
Auch im fortlaufenden Jahr bis September hat sich der geringere Anteil von Südwestlagen fortgesetzt. Auch insgesamt war das Jahr bisher –mit Ausnahme Juli- kälter als im Mittel

Auch amerikanische Vorhersagemodelle sehen den kommenden Winter für Nord- und Westeuropa eher kalt als mild.
Einflussfaktoren für eine solche Einschätzung sind folgende:
1. Unsere Wetterküche Atlantik ist nachwievor wenig aktiv (NAO negativ)
2. Die Sonnenaktivität verharrt seit zwei Jahren auf einem Tiefstand (Quelle: news.astronomie.info/sky200906/sunactivity.html?
Der Winter ist für viele Menschen die eindrucksvollste Jahreszeit.
Besonders auf dem Kahlen Asten gibt es in der kalten Jahreszeit eine "andere Welt", die oftmals weiß ist.
Mehr als 100 Tage liegt Schnee im Jahr auf dem Kahlen Asten. Dies hat sich bis heute nicht verändert.
Die höchste gemessene Schneehöhe (seit Wetteraufzeichnungen) auf dem Kahlen Asten wurde im März 1970 mit 2,39 m erreicht. Der Winter dauerte fast 6 Monate, am 1. Mai lagen 50 cm Schnee auf dem Kahlen Asten.
Wie sich der Klimawandel auf dem extremsten Berg des Sauerlandes zeigt, wird demnächst im Wetterarchiv zu sehen sein.
Der Winter 2009/10 war eindrucksvoll kalt und schneereich und reiht sich nahtlos an den Rekordwinter des Vorjahres an.
Er begann mit extremer Kälte Mitte Dezember und endete Ende März mit dem Abtauen des letzten Schnees auf dem Kahlen Asten.
Einige Extreme konnten festgestellt werden: