Die Bilder des Monats

Sonniger Monatsbeginn

Winterberg-Hoheleye, 02.04.

Ruhige Frühlingszeiten

Neuastenberg, 03.04.

Die Buchen, so früh wie selten

Lennetal, 06.04.

Letzter, nebliger Wintergruß

Kahler Asten, 09.04.

Vollfrühling

Brilon-Alme, 12.04.

Gründonnerstag-Früh

Ruhrquellenhütte, 15.04.

Sommerliche Schauer

Winterberg, 23.04. (Bild: Winfried Borgmann)

April 2014


Wie schon der März präsentierte sich auch der April als ein insgesamt milder Frühlingsmonat. Nach trockenem und sonnigem Beginn folgte eine kurze etwas kältere Phase. Zum Monatsende sorgten zahlreiche Schauer und Gewitter zumindest regional für eine Linderung der andauernden trockenen Verhältnisse. 

Temperatur

Abb.1: Die Karte zeigt die Durschnittstemperatur der Wetterportal-Stationen (schwarz) sowie die jeweils tiefste Temperatur des Monats (blau). Klick für eine größere Ansicht.

Der April 2014 schloss auf dem Kahlen Asten mit einer Durchschnittstemperatur von 7,8°C, was einer positiven Abweichung vom langjährigen Mittel von 4,3°C entspricht. Damit war er nach den Aprilmonaten der Jahre 2007, 2009 und 2011 der viertwärmste seit dem offiziellen Beginn der Messreihe im Jahre 1955. Es bestätigte sich damit einmal mehr, dass das Frühjahr und insbesondere der April der Zeitraum im Jahr mit dem deutlichsten Erwärmungstrend ist.

 

 

Als wärmster Tag in diesem Monat geht in den meisten Sauerländer Orten der 25. in die Annalen, als die Temperaturen unterhalb von etwa 600 m Höhe auf 20°C oder mehr stiegen (z.B. Medebach 21,2°C, Arnsberg rund 24°C). Am kältesten war es allgemein in den Nächten zum 15. und zum 16. April. An diesen Tagen herrschte in der Früh fast in allen Orten nochmals Frost. Die tiefste Temperatur wurde an der Ruhrquellenhütte mit -7,8°C gemessen. 

Niederschlag/Schnee

Abb.2: Niederschlagssumme des "Westernbödefeld-Unwetters" vom 26. April. Rechts ist die Übersicht für NRW, links die gesamtdeutsche Einordnung dargestellt. (Klick für eine größere Ansicht). Quelle: Unwetterzentrale Deutschland

Trockener Beginn und feuchtes Ende – so lassen sich die Niederschlagsverhältnisse dieses Monates beschreiben. Bis etwa zum 20. April lagen die gemessenen Summen durch einige Regen- oder in den Bergen auch Schneeschauer nur bei rund 20-30 mm. Nach Ostern steigerten sich diese Summe durch nahezu tägliche Schauer- und Gewitterniederschläge aber noch deutlich, so dass das Monatsmittel von 60-90 mm in vielen Orten noch erreicht werden konnte. Als herausragendes Ereignis bleiben vor allem die kräftigen Niederschläge am Nachmittag und Abend des 26. April in Erinnerung. Vom westlichen Stadtgebiet Winterbergs über Schmallenberg bis hin in den Raum Meschede kamen zwischen 30 und 90 mm Niederschlag in wenigen Stunden zusammen. Spitzenreiter war Westernbödefeld mit 91,6 mm und die knapp 40 mm auf dem Kahlen Asten bedeuteten den zweithöchsten Tagesniederschlag im April seit 1955.

 

 

Aufgrund der insgesamt milden Temperaturen blieb Schnee in diesem Monat eine absolute Seltenheit. Lediglich rund um den 09. sowie zwischen dem 12. und 14. April sorgten einige Schneeschauer in den Hochlagen für eine zeitweise angezuckerte Landschaft. Selbst auf dem Kahlen Asten überstieg diese Schneedecke aber nie die Marke von 2 cm. 

Wind

Abb. 3: Windrichtung im April an der Wetterportal-Station Neuastenberg. Zum Monatsbeginn waren westliche, in der 2.Monatshälfte mehr nördliche Windrichtungen bestimmend.

Mit dem April brach erstmals seit dem letzten Herbst wieder ein Monat mit der vorherrschenden Windrichtung Süd der zurückliegenden Jahreszeiten. In den vergangenen Wochen konnte sich die Luftströmung nicht auf eine Richtung festlegen. Während der Windmesser in der ersten Monatshälfte überwiegend eine Bewegung aus dem Westen und Nordwesten aufzeichnete, drehte er sich nach Ostern eher nach Osten und Südosten. Im Winter hätten diese Windrichtungen für kaltes Wetter gesorgt. Mit der fortschreitenden Jahreszeit bedeutet Ostwind eher das Anzapfen von kontinentaler Warmluft.

 

Wirklich kräftig blies der Wind im April aber praktisch nie, denn meist lagen die kräftigsten Böen mit 50 und 60 km/h im Bereich einer steifen Brise. An vielen Tagen vor allem am Monatsanfang und Monatsende bewegten sich Zweige und Blätter praktisch gar nicht. 

Sonne

Abb. 4: Tägliche Sonnenscheindauer auf dem Kahlen Asten im Vergleich zum langjährigen Mittel sowie zu den absoluten Höchstwerten. (Klick für größere Ansicht). Quelle: Eigene Aufbereitung nach Daten Deutscher Wetterdienst

Länger andauernde Hochdruckphasen blieben im April aus, so dass die Sonne an vielen Tagen zwar zu sehen war, wirklich sonnig war es aber im Gegensatz zum März nur selten. Zwischen knapp 13 zum Monatsanfang und gut 14 Stunden am Monatsende sind an wolkenlosen Tagen möglich. Annähernd erreicht wurde dies lediglich am Gründonnerstag als die Sonne auf dem Kahlen Asten rund zwölf Stunden zu sehen war. Unterm Strich zeigte sich die gelbe Kugel rund 70 Stunden weniger wie im März und auch etwas seltener wie in einem Durchschnittsapril üblich.

Der April seit 1950

Der April ist in den vergangenen 10 Jahren deutlich wärmer geworden. Mit einer Abweichung von rund 4 Grad nach oben reiht sich dieser Monat hier nahtlos ein.

Vergrößerung bei Klick auf die Graphik.
Quelle der Daten: Deutscher Wetterdienst

Der April auf dem Kahlen Asten

April Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 7,8°C +4,3°C
Höchste Temperatur 17,3 °C +0,6°C
Tiefste Temperatur -1,8°C +3,8°C
Tage mit Frost 5 -10 Tage
Niederschlag 94 mm -19%
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 12 -2 Tage
Sonnenstunden 115 Stunden -14 %
Tage ohne Sonne 5 0
Maximale Schneehöhe 1 cm -37 cm
Tage mit mehr als 20 cm Schnee 0 -7 Tage
Höchste Windböe 78 km/h -

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