Die Bilder des Monats

Schneefreie Landschaften

Lennetal, 11.01.

Skigebiete ohne Beschäftigung

Neuastenberg, 11.01.

Überraschende Haareis-Struktur

Hunau, 12.01.

Auf dem Grenzweg

Lenneplätze, 18.01.

Trostlose Anblicke

Ehrenscheider Mühle, 20.01.

Mehr Winter zum Monatsende

Bei Lenneplätze, 25.01.

Erstmals Betrieb in den Skigebieten

Neuastenberg, 27.01.

Januar 2014


Der Januar war insgesamt mild, sonnenscheinarm aber trotzdem recht trocken. Schnee lag nur an den letzten sieben Tagen des Monats bis um Lagen um 350 m Höhe herab. In der 2. Monatshälfte beschäftigte die Sauerländer eine lang andauernde Grenzwetterlage.

Temperatur

Abb. 1: Vergleich der Temperaturen an der Station Langenberg (blau) und der Station Schmallenberg-Niedersorpe (rot). Auf den Bergen lag die Temperatur im letzten Monatsdrittel meist im Frostbereich.

Mit einer Durchschnittstemperatur von -0,2 °C wich der Januar um 2,7°C vom Mittel der zugrunde liegenden Periode 1961-1990 ab. In der aktuelleren aber von den offiziellen Stellen nicht anerkannten Periode 1981-2010 waren es 2,0 °C.  Besonders im Gedächtnis werden die ersten beiden Monatsdrittel bleiben, in denen die Temperatur nur sehr selten unter den Gefrierpunk sank. Selbst auf den höchsten Bergen war es bis zum 20. des Monats nicht kälter als etwa -3°C. Relativ am kältesten in Bezug auf die Höhenlage blieb es östlich und südlich des Rothaargebirgs-Hauptkammes (Medebach, Hallenberg sowie die Region Wittgenstein). Durch eine leichte Föhnwirkung begünstigt blieben dagegen viele Orte im Norden und Westen wie z.B. Meschede, Olsberg und Brilon. Erst am 20. sank das Quecksilber auf den Bergen für längere Zeit in den Frostbereich und so konnten  auf dem Langenberg bis zum Monatsende noch 11 Dauerfrosttage registriert werden.

Niederschlag/Schnee

Abb.2: Schneehöhen auf dem Kahlen Asten (blaue Balken) im Vergleich zu den Durchschnittswerten (rot) und den seit 1955 gemessenen Maximalhöhen (grün) (Klick für größere Ansicht). Quelle: DWD

Die Niederschläge fielen im Januar vor allem im ersten und im letzten Drittel des Monats. Zu Beginn des Monats war dies bis in die Hochlagen ausschließlich der Regen, zum Ende hin mischte sich auch in tieferen Lagen immer mehr Schnee darunter. Insgesamt vielen in Winterberg-Neuastenberg rund 85 mm und in Medebach 78 mm. An den Stationen des LANUV NRW kamen z.B. in Brilon rund 60 mm, in Marsberg 50 mm und in Cobbenrode bei Eslohe 80 mm zusammen. Diese Mengen liegen allesamt unter den in einem durchschnittlichem Januar zu erwartenden Werten (z.B. Winterberg rund 130 mm). Am nahesten an den Normalwert kommt noch das im Regenschatten liegende Medebach.

 

Besondere Aufmerksamkeit erregte am Abend des 03. Januars eine markante Gewitterlinie, die man sonst eigentlich eher im Sommer erwarten würde. Zu den Blitz- und Donnerschlägen kam in einigen Regionen sogar Hagel. Beispielsweise waren auf der Ziegenhelle trotz durchgehend positiver Temperaturen auch am Mittag des Folgetages noch Rückstände des Hagels auszumachen.

 

Schnee war in weiten Teilen der ersten 20 Januartage Mangelware. Aufgrund der milden Temperaturen war selbst Kunstschneeproduktion in den Skigebieten kaum möglich. Im letzten Monatsdrittel machte sich langsam die mittlerweile in den Nordosten Deutschlands einströmende Kaltluft auch im Sauerland mit leichten Schneefällen bemerkbar. Richtig weiß wurde es ab einer Höhe von 400 m dann ab dem 24. und an den Folgetagen wuchs die Schneedecke dann auf 10-20 cm, auf dem Kahlen Asten wurden maximal 30 cm erreicht.

Wind

Abb. 3: Windgeschwindigkeit (Mittel grün, Böen rot) und Windrichtung (blaue Sterne) an der Wetterportal-Station Medebach. Die vorherrschende Windrichtung Süd ist mit grauen Linien markiert.

 

Gefühlt kam der Wind im Januar fast nur aus einer Richtung, nämlich aus Süden. Dies stimmt nicht ganz, vor allem im letzten Monatsdrittel zeigten die Fahnen auch mal eine östliche Richtung an. Insgesamt lässt sich aber doch eine starke Übermacht des südlichen Sektors erkennen. Ursache für diese Einseitigkeit waren die oftmals über lange Zeit stationären Tiefdruckgebiete westlich der Britischen Inseln. Bedingt durch die Drehung der Tiefdruckgebiete entgegen dem Uhrzeigersinn auf der Nordhalbkugel führte dies im Sauerland zu der angesprochenen Windrichtung. Im Gegensatz zum Dezember, wo wir um den Nikolaustag den Sturm Xaver auch in unserer Region deutlich merkten, machte der Januar nicht durch besonders starke Windspitzen auf sich aufmerksam. In Medebach wurde die stärkste Windböe am 09. Januar mit 54,7 km/h gemessen, an der recht geschützt gelegenen Ruhrquellenhütte waren es maximal 45 km/h am 03. Januar.  

 

Sonne/Nebel

 

Im Durchschnitt kommt das Sauerland im Januar rund 40 bis 60 Stunden in den Genuss der Sonne. In diesem Jahr erreichte der Kahle Asten 32 Stunden, in den tieferen Regionen war mit 40 bis 50 Stunden etwas mehr von dem gelben Fixstern zu sehen. Am hellsten waren dabei die letzten beiden Tage des Monats, auch am 05. Januar bekam man nur wenige Wolken zu Gesicht. Insgesamt war der erste Monat des Jahres daher etwas dunkler wie ein normaler Jahresbeginn, allerdings schien die Sonne noch etwa doppelt so lange wie im sehr grauen Januar 2013.

Der Januar seit 1950

Der Winter war im Januar überall nur nicht im Sauerland. Am Ende war dieser Monat rund 3 Grad wärmer wie üblich.

Vergrößerung bei Klick auf die Graphik.
Quelle der Daten: Deutscher Wetterdienst

Der Januar auf dem Kahlen Asten

Januar Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 0,2°C +2,7°C
Höchste Temperatur 6,1 °C +0,5°C
Tiefste Temperatur -5,7°C +6,8°C
Tage mit Frost 24 -4 Tage
Niederschlag 105 mm -29%
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 17 0
Sonnenstunden 31 Stunden -22 %
Tage ohne Sonne 17 - 1 Tag
Maximale Schneehöhe 30 cm -29 cm
Tage mit mehr als 20 cm Schnee 5 -14 Tage
Höchste Windböe 85 km/h -

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