Die Bilder des Monats

Frischer Julistart

Sauerland, 01.07.

Sonnige Zeiten

Blick ins Odeborntal, 03.07.

Einige Regentage

Hoheleyer-Hütte, 10.07.

Feuchte und schwülwarme Luft

Kahler Asten, 11.07.

Weitblicke

Vom Kahlen Asten ins Hessenland, 15.07.

Einige heiße Tage

Bergwiese bei Winterberg-Lenneplätze, 17.07.

Gewitterstimmung

Gerkenstein bei Winterberg-Neuastenberg, 20.07.

Juli 2014


Wechselhaft aber meist sommerlich warm – so präsentierte sich der Juli des Jahres 2014 im Sauerland. An vielen Tagen war die Luft schwül und am Nachmittag entwickelten sich Schauer und Gewitter. Der Niederschlag lag in etwa im Normalbereich, die Sonne zeigte sich häufiger wie üblich.

Temperatur

Abb.1: Temperaturverlauf an der Wetterportal-Station Medebach. Nur an wenigen Tagen schaffte das Quecksilber keine 20°C. / Klick für eine größere Ansicht

15,7°C betrug die durchschnittliche Temperatur auf dem 2. höchsten Berg von NRW. Damit war dieser Monat rund 3°C wärmer als ein normaler Juli der Vergleichsperiode 1961-1990. Nimmt man die aktuellere Phase 1981-2010 sind es allerdings nur noch etwa 2 °C, ein Indiz dafür, dass die Sommermonate in den vergangenen Jahrzehnten deutlich wärmer waren wie z.B. in den 1960er oder 1970er-Jahren. 

An zahlreichen Tagen überschritt das Thermometer die Marke für einen sogenannten „warmen Tag“ (> 20°C). In den tieferen und mittleren Lagen wurde dieser Werte nur um den 09. Juli herum für einige Tage nicht erreicht, so dass unsere Station in Medebach auf 427 m Höhe auf 27 Warme Tage kam. An zwölf Tagen konnte hier ein Sommertag (>25°C) und einmal, nämlich am 19. Juli sogar ein heißer Tage (>30°C) gemessen werden. Auch in hohen Lagen, wie in Winterberg-Neuastenberg (738 m) konnten immerhin fünf Sommertage erfasst werden, einen heißen Tag gab es hier aber nicht. 

Niederschlag/Gewitter

Abb.2: Aufsummierte Niederschläge an der Wetterportal-Station Ruhrquellenhütte im Juli 2014. Die Pfeile deuten auf die Gewitterniederschläge, die innerhalb von kurzer Zeit viel Regen brachten. / Klick für eine größere Ansicht

Immer wenn schwülwarme Luft das Wetter eines Monats dominiert sind Gewitter meist nicht weit. Im Gegensatz zu anderen Regionen Deutschlands ist das Sauerland von den ganz starken Donnerwettern aber verschont geblieben. An fünf Tagen, nämlich am 06., 10., 11., 24. Juli und 28. Juli blitzte und donnerte es verbreitet.

Zieht man einen Strich unter die gefallenen Niederschlagsmengen kommt man auf recht gleichmäßig verteilte Summen, die zwischen rund 100 mm rund um Arnsberg lagen und teils mehr als 150 mm im Bereich von Willingen und Winterberg betrugen. Diese Mengen sind im Vergleich zu einem Durschnitts-Juli um etwa 20-30 % zu hoch. Der Großteil des Regens ging innerhalb von rund 2,5 Tagen nieder. Zum einen brachte Dauerregen am 08., und 09. Juli zwischen 30 und 60 mm, zum anderen sorgte eine Regennacht zum 21. Juli für 15 bis 40 mm. Ansonsten konnten auch viele trockene Tage beobachtet werden, die das Gesamtbild dieses Monats überwiegend freundlich erscheinen ließen. 

 

Wind

Abb.3: Windböen an der Wetterportal-Station Neuastenberg. Meist war er in diesem Monat kaum spürbar /Klick für eine größere Ansicht

Der Wind war in diesem Monat meist ein schwacher Geselle. Wie in einem warmen Sommermonat üblich, ist der Wind vom Tagesgang der Sonne abhängt. Scheint sie lebt er etwas auf, geht sie unter schläft er wieder ein. Nur einmal wurde dieses Muster wirklich gebrochen. Am 08. Juli während eines mehrstündigen Dauerregens frischte der Wind auf und erreichte an vielen Orten Böen von mehr als 50 km/h. 

Die Windrichtung war sehr unterschiedlich. Sie wechselte oft hin und her, besonders häufig war die Richtung Ost bis Nordost vertreten, nämlich an den Tagen wo ein Hochdruckgebiet über Skandinavien lag. Aber auch die entgegen gesetzte Richtung Südwest konnte vor allem dann gemessen werden, wenn sich ein Tief aus Westen näherte. 

Sonne

Abb. 4: Tägliche Sonnenstunden am Kahlen Asten im Vergleich zu den langjährigen Mittel- und Maximalwerten / Klick für eine größere Ansicht

Zu einem gelungenen Sommermonat gehört natürlich auch ausreichend Sonnenschein und dieser war trotz der häufigen Gewitterlagen auch ausreichend vorhanden. Etwas mehr als 210 Stunden schien die gelbe Kugel an der Wetterstation Kahler Asten vom Himmel, in einem normalen Juli sind es 40 Stunden weniger.

Besonders sonnig waren die wärmsten Tage des Monats zwischen dem 17. und 19. Juli. In dieser Zeit kamen täglich zwischen 13 und 15 Stunden zusammen und damit fast das Maximum was der Horizont hergibt. Lediglich an zwei Tagen war die Sonne gar nicht zu sehen (08. und 09. Juli). 

Der Juli Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im August gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Wir haben alles gespeichert !

Der letzte Sturm hat sie getroffen, der Blitz ist eingeschlagen oder sie wollen wissen wie das Wetter an ihrem Geburtstag gewesen ist ? Wir sagen es Ihnen. Sprechen sie uns an. 

Der Juli auf dem Kahlen Asten

Juli Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 15,7°C +3,0°C
Höchste Temperatur 26,7 °C +1,4°C
Tiefste Temperatur 6,2°C +1,9°C
Warme Tage (>20°C) 14 +5 Tage
Sommertage (>25°C) 2 0 Tage
Niederschlag 162 mm 28%
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 10 -4
Sonnenstunden 215 Stunden +21 %
Tage ohne Sonne 2 -1
Höchste Windböe 71 km/h -

Der Juli seit 1950

Der August gehörte mit 11,6 Grad zu den Frischesten seiner Art. In jüngerer Vergangenheit war es 2006 ein wenig, allgemein 1956 noch deutlich kälter.