Die Bilder des Monats

Sauerländer Felder

Olsberg-Bruchhausen, 01.06.

Heiße Pfingsttage

Sauerland, 07.06.

... mit Unwetterfolgen

Winterberg-Neuastenberg, 10.06.

... malerischen Sonnenaufgängen

Sauerland, 10.06.

... und Untergängen

bei Schmallenberg-Westfeld (10.06., Bild: Heidi Bücker)

Roter Supermond

Sauerland, 13.06.

Wechselhafte Tage

Hochheide Niedersfeld, 15.06.

Sonnenuntergang nach Gewittertag

Blick zur Hunau, 24.06.

Juni 2014


Der Juni war hinsichtlich Temperatur und Sonnenscheindauer ein recht durchschnittlicher Monat. Die Niederschläge waren sehr ungleichmäßig verteilt. Herausragend waren die Tage um Pfingsten mit sehr heißen Temperaturen und heftigen Unwettern. 

Temperatur

Abb. 1: Vergleich der Temperaturen zwischen der Bergstation Neuastenberg und der Talstation Medebach.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 11,6°C war der Juni auf dem Kahlen Asten im Vergleich zur offiziellen Periode 1961-90 um 0,5°C zu warm, nimmt man den aktuelleren Zeitraum 1981-2010 waren es nur minimale 0,1°C. Dabei verliefen allerdings 25 Tage des Monats relativ kühl, nur vom 06.-10. Juni, also rund um das Pfingstwochenende zogen für diese Jahreszeit rekordverdächtige Temperaturen von nahe 27°C auf dem Kahlen Asten und bis etwas über 30°C in den tieferen Lagen den Monatsdurchschnitt knapp ins Plus.

 

Viele Tage pendelten sich auf einem Niveau mit Tagestemperaturen von etwa 14°C in Winterberg und knapp 20°C in Arnsberg ein. In den Nächten waren, abgesehen von den Nächten um Pfingsten mit Werten nur knapp unter 20°C, Temperaturen zwischen 6 und 11°C die normale Spannweite. Am kältesten war es in der Ausnahmelage an der Ruhrquellenhütte/Winterberg mit -1,7,  und insgesamt 8 Tagen mit Frost. 

Niederschlag/Gewitter

Abb.2: Rund um die Pfingsttage zogen heftige Gewitter über weite Teile des Landes. Das Sauerland wurde nur teilweise getroffen. Links sind die Blitzeinschläge (Quelle: www.blitzortung.org), recht die Niederschläge vom Pfingstmontag (Quelle: www.unwetterzentrale.de) dargestellt.

Die Niederschlagsmengen lagen in diesem Monat recht weit auseinander. Während der Kahle Asten mit 128 Liter/Quadratmeter sein Soll sogar um 4 Liter überstieg und auch in Medebach mit 88 Litern etwas mehr viel wie in einem „normalen Juli“ waren es in weiten Teilen des westlichen und nördlichen Sauerlandes nur um 50 mm (z.B. Niedermarsberg 47 mm, Eslohe-Cobbenrode 51 mm (Daten LANUV)) und damit nur etwas mehr als die Hälfte des Durchschnitts. Der Grund für diesen Unterschiede waren vor allem die Gewitterniederschläge zu Pfingsten und am Ende des Monats.

 

 

Wind

Abb.3: Windböen an der Wetterportal-Station Langewiese. Vor allem der Pfingstmontag ist mit seinen heftigen Gewitterböen deutlich zu erkennen.

Wie in Sommermonaten üblich, macht der Wind eher selten, dann aber richtig auf sich aufmerksam. Die verheerenden Unwetter vom Pfingstmontag lassen sich daher auch an der Windgraphik (hier Winterberg-Langewiese) sehr gut erkennen. Im Sauerland erreichten die stärksten Böen aber „nur“ 60-80 km/h, im Rheinland und Ruhrgebiet wurden teils die doppelten Werte und damit stärkere Böen wie beim Orkan Kyrill registriert.

 

Bemerkenswert an der Windgraphik ist zudem die sehr konstant auftretende Windrichtung Nord- bis Nordwest in weiten Teilen des Monats. Nach Pfingsten setzte sich ein Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln fest und dort blieb es fast bis zum Monatsende. Am Ostrand dieses Hochs kam der Wind immer wieder von der Nordsee und brachte relativ kühle Luft ins Sauerland. 

Sonne

Abb. 4: UV-Strahlung an der Wetterportal-Station in Medebach. Ab einem Wert von 8 sollte man sich nicht mehr ungeschützt im Freien aufhalten.

Die Sonne machte vor allem an den Pfingsttagen auf sich aufmerksam, als sie sich teils mehr als 10 Stunden pro Tag am Himmel zeigte. In diesem Zeitraum stieg auch der UV-Index, ein Maß für die Stärke und damit auch Schädlichkeit der Sonne, bis auf Werte zwischen 7-8. In diesem Bereich wird von einem ungeschützten Aussetzen der Sonnenstrahlung dringend abgeraten.

Für den Rest des Monats musste sich die gelbe Kugel den Sauerländer Himmel meist mit vielen Wolken teilen, sie schaffte es aber unterm Strich immerhin auf 160 bis knapp 200 Stunden und erreichte damit ziemlich genau den langjährigen Durchschnitt. 

 

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Der Juni Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im Juni gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Der Juni auf dem Kahlen Asten

Juni Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 11,6°C +0,5°C
Höchste Temperatur 26,9 °C +2,9°C
Tiefste Temperatur 3,7°C +1,1°C
Warme Tage (>20°C) 4 -2 Tage
Sommertage (>25°C) 3 +2 Tage
Niederschlag 132 mm +7%
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 10 -4
Sonnenstunden 164 Stunden -4 %
Tage ohne Sonne 0 -3
Höchste Windböe 85 km/h -

Der Juni seit 1950

Vier heiße Tage um Pfingsten brachten den Juni zu einer überdurchschnittlichen Mitteltemperatur. Der Juni aus dem Hitzesommer 2003 bleibt einsam an der Spitze.

Vergrößerung bei Klick auf die Graphik.
Quelle der Daten: Deutscher Wetterdienst