Die Bilder des Monats

Neuschnee am Monatsanfang

Bei Schmallenberg-Westfeld, 01.04. 

Unten grün - oben weiß

Blick auf den Rothaarkamm, 02.04.  (Bild: Hochsauerlandbilder)

Weiter östlich ein ähnliches Bild

Der Bollerberg, 03.04.

Teils winterlicher Ostersonntag

Blick ins Lennetal, 05.04. 

Dann wird es frühlingshafter

Am Diemelsee, 12.04. (Bild: Hochsauerland-Bilder)

Auch auf den Skipisten schneefrei

Blick auf Willingen, 24.04.

Am Monatsende auch mal Regen

Finnentrop-Heggen, 28.04. (Bild: B&S-Pictures)

Das Sauerland wird grün

Bei Bestwig-Wasserfall, 28.04. (Bild: Hochsauerlandbilder)

April 2015


Ein winterlicher Monatsbeginn – eine lange freundliche, frühlingshafte und trockene Phase und ein unbeständiges Monatsende. So gestaltete sich der April im Jahr 2015. Insgesamt war es etwas milder als üblich, es regnete zu wenig und die Sonne machte Überstunden.

Temperatur

Abb.1: Temperaturverlauf an der Wetterportal-Station Medebach. Neben einigen Frühlingstagen mit über 20 Grad gab es an dieser Talstation in den Nächten noch häufig Frost.

Der April schloss auf dem Kahlen Asten mit einer Durchschnittstemperatur von 5,1 Grad ab und war damit im Vergleich zur offiziell gültige Periode 1961-1990 um 1,6 Grad zu mild. Vergleicht man den Monat mit der aktuelleren Periode 1981-2010 waren es nur noch 0,6 Grad. Der April brachte große Temperaturkontraste. So waren viele Tage bereits frühlingshaft warm (Brilon mit drei Tagen mit mehr als 20 Grad). Dagegen gab es aufgrund vieler sternenklarer Nächte vor allem in den Tälern häufig Frost und nahe der Ruhrquelle bei Winterberg waren nur drei Nächte völlig frostfrei.

Schaut man sich den Temperaturverlauf des Monats im Detail an so begann er mit einer kalten Phase, die bis zu den Ostertagen andauerte. Auf dem Kahlen Asten waren der 01. und 02. April die beiden letzten Eistage des Winters, d.h. die Temperatur stieg nie über den Gefrierpunkt. Nach Ostern wurde es milder und am 10. April wurde erstmals verbreitet die 20 Grad-Marke überschritten. Gesteigert werden konnte dies noch am 15. April, als z.B. in Medebach bis zu 22 Grad gemessen wurden. Die niedrigsten Temperaturen wurden meist in den Nächten zum 07., 18., und 29. erreicht. Im oberen Ruhrtal nahe der Ruhrquelle fror man an diesen Tagen in der Früh bei Werten zwischen -7 und -7,5 Grad.

 

 

 

Niederschlag/Schnee

Abb.2: Niederschläge an der neuen Wetterportal Station in Brilon. Der Niederschlag zum Monatsanfang fiel zum größten Teil als Schnee.

Wie in den letzten Jahren fast schon zur Normalität geworden war auch dieser April wieder zu trocken. Im gesamten Monat fielen auf dem Kahlen Asten 74 Liter Wasser in den Niederschlagsbehälter. Einen Liter mehr konnte die nahe gelegene Station in Winterberg-Langewiese (75) messen, in Brilon (61), Bestwig-Wasserfall (57) und Medebach (45) war es noch etwas trockener. Seit 2005 waren alle April-Monate mehr oder weniger deutlich zu trocken. Vor allem zur Monatsmitte lechzte die Natur auch in diesem Jahr wieder nach Wasser.

Zu der insgesamt recht geringen Niederschlagsmenge kam noch die ungerechte Verteilung hinzu. So fielen mehr als 90 % der Mengen in den ersten zwei und den letzten drei Tagen des Monats. Dazwischen blieb es bis auf einige Tropfen fast vollständig trocken. Die Niederschlagsphase am Monatsanfang bestand in Lagen ab 400 m zudem komplett oder zu großen Teilen aus Schnee. Besonders bemerkenswert war die Nacht zum 02. April, als in vielen höher gelegenen Orten 15-20 cm Neuschnee fielen. Auch das nur 450 m hoch gelegene Brilon registrierte am Morgen eine Schneedecke von 15 cm, auf dem Kahlen Asten war es der größte Neuschneezuwachs im April innerhalb von 24 Stunden seit 1986.

 

Wind

Abb.3: Windböen an der Wetterportal-Station Langewiese. Der Monatsanfang war noch recht windig, danach wurde es ruhiger.

Der Wind war in diesem Monat ein eher schwacher und unauffälliger Geselle. Eine Ausnahme bildete noch der erste Tag des Aprils, als das Sauerland noch die Nachwehen des Orkans „NIKLAS“ am letzten Märztag spürte. An den vielen Sonnentagen rund um die Monatsmitte machte sich eine typische durch die Sonne angekurbelte Windsituation bemerkbar, die auch als Thermik bezeichnet wird. So schläft der Wind in den Nächten regelmäßig ein, am Tag lebt er dann durch die unterschiedliche Erwärmung der Luft wieder etwas auf. 

Die vorherrschende Windrichtung des Aprils war meist Nord bis Nordwest. Verursacht wurde dies insbesondere durch ein sich oft über den Britischen Inseln und dem westlichen Skandinavien bildendes Hochdruckgebiet. An dessen Ostflanke erreichte meist Luft aus nördlichen Breiten das Sauerland. 

 

Sonne

Abb. 4: Globalstrahlung an der Wetterportal Station Fort Fun im April 2015. Die dünne schwarze Linie gibt in etwa die Grenze an, ab welcher man von Sonnenschein sprechen kann. Klick für eine größere Ansicht.

Die Sonne machte in diesem Monat erneut viele Überstunden. Mehr als 200 von diesen konnte der Wetterbeobachter auf dem Kahlen Asten am 30. bilanzieren. Das sind rund 70 Stunden mehr als in den Aprilmonaten der 60er, 70er und 80er-Jahre üblich gewesen ist. Der mit Abstand sonnigste April im Jahr 2007 hatte aber noch rund 80 Stunden mehr zu bieten. Der bisher sonnenscheinärmste erreichte 1998 nur 70 Stunden.

 

 

Der April Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im März gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Der April seit 1950

Der April war etwas wärmer als der langjährige Durchschnitt. Allerdings bei weitem nicht so mild wie viele seiner Vorgänger in den vergangenen Jahren ...

Viel Schnee in der Nacht zum 02. April

Die ersten beiden Apriltage waren oberhalb von 400 m teilweise richtig winterlich. Wie hier in Winterberg mussten nach 20 cm Neuschnee in nur einer Nacht nochmals die Schneefräsen herausgeholt werden.

Der April auf dem Kahlen Asten

April Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur +5,1°C + 1,6°C
Höchste Temperatur 18,9 °C +2,2 °C
Tiefste Temperatur -3,5°C +2,2 °C
Frosttage (einmalig <0°C) 13 - 2 Tage
Eistage (ganztags <0°C) 2 +-0 Tage
Niederschlag 74 mm -28 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 6 - 8 Tage
Sonnenstunden 211 Stunden +56 %
Tage ohne Sonne 1 - 4 Tage
Höchste Windböe 86 km/h -
Tage mit Schnee > 1cm 9 -6 Tage
Maximale Schneehöhe 33 cm - 5 cm