Die Bilder des Monats

Oft winterlicher Jahresbeginn

Schwedenhang, 05.01. (Bild: Luftfotografie Sauerland)

Ruhiger Winterabend

Blick ins obere Lennetal, 07.01. (Bild: Hochsauerlandbilder)

Tauwetterphase

Schmallenberg-Westfeld, 16.01. (Bild: Luftfotografie Sauerland)

Wieder kälter

Beschneiung in Winterberg-Neuastenberg, 18.01. (Bild: Daniel Hilbich)

Zum Monatsende verbreitet Schneefall

Schmallenberg-Westfeld, 29.01. (Bild: Hochsauerlandbilder)

Hochbetrieb in den Skigebieten

Oberes Sauerland, 30.01.

Januar 2015


Mit großen Schwankungen präsentierte sich der Januar in diesem Jahr. Auf einen recht kalten Beginn folgten viele stürmische und sehr milde Tage. Kurz nach Monatsmitte kehrte langsam der Winter ein und in den letzten Tagen viel verbreitet Schnee bis in die tieferen Lagen.

Temperatur

Abb.1: Temperaturverlauf an der Wetterportal-Station-Neuastenberg. Nach einem kalten Monatsbeginn wurde es deutlich milder. Nach Monatsmitte blieb es in den Hochlagen jedoch oft frostig.

Der Januar des Jahres 2015 wies zum Ende des Monats unter erheblichen Schwankungen eine positive Abweichung von 1,1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel von 1961-1990 auf. Damit war er rund 2 Grad kälter als der letztjährige Januar, allerdings auch rund 4 Grad milder als der kälteste Januar der letzten 20 Jahre (2010). Der Monat begann in etwa mit durchschnittlichen Temperaturen, so dass bis einschließlich zum 07. Januar verbreitet Nachtfrost herrschte und die Hochlagen auch einige Dauerfrosttage verzeichnen konnten. Vom 8. bis zum 16. schloss sich eine sehr wechselhafte und insgesamt überaus milde Phase an. Besonders hervorzuheben ist dabei der 10. Januar, an welchem die Temperaturen selbst auf dem Kahlen Asten bis 8 Grad anstiegen und in den Tieflagen schon in den Frühstunden mehr als 10 Grad erreicht wurden. Ab dem 17. Januar begann dann die recht kalte zweite Monatshälfte, in der die Temperaturen in den höchsten Lagen nicht mehr über den Gefrierpunkt stiegen. Die Minimalwerte des Monats wurden dabei in der Nacht zum 21. Januar an der Ruhrquellenhütte gemessen (-11 Grad)

 

 

Niederschlag/Schnee

Abb.2: Aufsummierte Niederschläge an der Wetterportal Station Bestwig-Wasserfall (Fort Fun). Zum Monatsbeginn fiel fast ausschließlich Regen, zum Ende oft Schnee.

Der Januar war insgesamt ein niederschlagsreicher Monat. Zum Monatsende summierten sich im Regenmesser auf dem Kahlen Asten etwa 170 Liter Regen und Schnee. Etwas weniger Niederschlag waren es im nordwestlichen Sauerland und entlang der Lenne. Die 100 Liter in diesen Regionen bedeuten aber ebenfalls etwas mehr Niederschlag als üblich. Besonders nass waren die Zeiträume zwischen dem 08. und 15. sowie vom 25. bis zum Monatsende.

In der ersten Periode fiel was ausschließlich Regen, der zusammen mit der Schneeschmelze teils sogar zu leichtem Hochwasser führte. Zum Monatsende war es dann fast durchweg der Schnee. Dieser konzentrierte sich zum Monatsanfang fast nur auf die Hochlagen ab etwa 600 m Höhe, wo bis zum 08. immerhin eine Mächtigkeit von rund 25 cm gemessen werden konnte. In der milden Regenphase schmolz diese aber selbst auf dem Kahlen Asten wieder vollständig dahin um nach dem 18. Januar erst langsam, später dann schnell wieder zuzunehmen. In den letzten Tagen des Monats war es im gesamten Sauerland weiß und in den Hochlagen kam fast ein halber Meter zusammen. 

 

Wind

Abb.3: Windböen an der Wetterportal-Station Pastorenwiese. Die erste Monatshälfte war unter dem Strich deutlich windiger als die zweite.

Viel Wind machte in diesem Januar vor allem die erste Monatshälfte, welche insbesondere rund um den 10. In einer kleinen Sturmserie gipfelte. Die Orkantiefs „CHRISTIAN“, „ELON“ und „FELIX“ zogen mit ihren Zentren über den nördlichen Atlantik und schickten ihre Ausläufer bis ins Sauerland.


So registrierte die Wetterstation auf dem Kahlen Asten eine maximale Windböe von 104 km/h, was Windstärke 11 (orkanartiger Sturm) entspricht. Auch bei unseren etwas tiefer und geschützter gelegenen Wetterstation in Medebach, Neuastenberg und an der Pastorenwiese bei Hallenberg zeigte der Windmesser zwischen 65 und 80 km/h an. Ab Monatsmitte schlief der Wind insgesamt etwas ein und machte sich nur noch zum Monatsende innerhalb einiger kräftiger Schneeschauer bemerkbar.

 

Sonne

Abb. 4: Sonnenstunden an der Wetterstation Kahler Asten im Vergleich zum langjährigen Mittelwert. Daten: DWD

Wie schon der Dezember, so glänzte auch der Januar nicht wirklich mit besonders langen Sonnenmomenten. So zeigte sich die gelbe Kugel nur an ausgewählten Tagen mal über einen längeren Zeitraum. Zum Monatsende konnte der Kahle Asten mit rund 24 Stunden nur etwas mehr als die Hälfte der sonst üblichen Sonnenscheindauer registrieren.


Als besonders freundlich zeigte sich u.a. der Neujahrstag, als es für 6-8 Stunden blauen Himmel reichte. Ebenfalls recht nett waren der 5.,6., 21. sowie der 23. des Monats. Allerdings zeigte sich die Sonne am Kahlen Asten an 22 der 31 Tage keine einzige Minute.

 

Der Januar Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im Januar gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Der Januar seit 1950

Der Januar 2015 war zwar rund ein Grad milder als der langjährige Durchschnitt. Er blieb allerdings rund 2 Grad hinter dem Januar 2014 zurück ...

Volle Flüsse

Rund um den 10. des Monats sorgten Regen und kräftiges Tauwetter für prall gefüllte Flüsse. Im Bild die Lenne bei Schmallenberg-Oberkirchen. Bild: Hochsauerlandbilder.

Der Januar auf dem Kahlen Asten

Dezember Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur -1,8°C + 1,1°C
Höchste Temperatur 8,0 °C + 2,4°C
Tiefste Temperatur -7,7°C +4,8 °C
Frosttage (einmalig <0°C) 29 + 1 Tag
Eistage (ganztags <0°C) 22 + 5 Tage
Niederschlag 171 mm +14 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 25 + 8 Tage
Sonnenstunden 25 Stunden -43 %
Tage ohne Sonne 23 + 5 Tage
Höchste Windböe 104 km/h -
Tage mit Schnee > 1cm 25 -3 Tage
Maximale Schneehöhe 48 cm -11 cm

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