Die Bilder des Monats

Gewittriger Tag

Blick vom Bollerberg nach Hessen, 12.06. (Quelle: Wetterjäger Südwestfalen)

Spektakulärer Abendhimmel

Schmallenberger Sauerland, 16.06.  (Quelle: Hochsauerlandbilder)

Lange Zeit Trockenheit

Bei Finnentrop, 16.06., Bild: B+S-Pictures

Zum Monatsende freundlicher

Blick vom Rhein-Weser-Turm, 26.06. 

Abendstimmung

An den Bruchhauser Steinen, 28.06. (Quelle: Frans Bosch über Facebook)

Juni 2015


Der Juni 2015 war im Sauerland ein wechselhafter Monat mit einigen warmen und vielen eher kühlen Tagen. Schon am 05. des Monats gab es verbreitet einen Sommer-, in tiefen Lagen sogar einen Hitzetag. Insgesamt war er in Sachen Temperatur aber absolut durchschnittlich. Trotz einiger Regenfälle in der zweiten Monatshälfte war der Juni erneut zu trocken. Die Sonne zeigt sich insgesamt etwas häufiger als üblich.

Temperatur

Abb.1: Temperaturverlauf an der Wetterportal-Station Messinghausen. Kurze warme Phasen wechselten sich mit längeren kühlen Perioden ab.

Mit einer mittleren Temperatur von 11,5 Grad war der Juni des Jahres 2015 rund 0,4 Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt der Periode 1961-1990 und erreichte damit quasi exakt den Wert der Jahre 2014 (11,6) und 2013 (11,5). 

Der Juni zeigte einen sehr wechselhaften Temperaturverlauf. Nach kühlem Beginn wurde es schnell wärmer und am 05. des Monats wurden verbreitet die höchsten Temperaturen des Monats erreicht. So wurden auch auf den höchsten Bergen um 26 Grad erreicht, in mittleren und tieferen Lagen konnte teilweise sogar ein Hitzetag mit mehr als 30 Grad gemessen werden (z.B. Medebach 30,8 Grad). Nach kurzer kühlerer Phase wurde es um den 12. erneut sehr warm bevor dann die Schafskälte rund um den 20. Juni ihrem Name alle Ehre machte. 

Die kältesten Werte des Monats wurden verbreitet in den Nächten zum 16. und zum 17. Juni aufgezeichnet. Häufig gab es Bodenfrost, in einigen Tälern sogar nochmals Luftfrost. So sank das Quecksilber an der Ruhrquelle bei Winterberg bis auf frostige -2,9 Grad, den bisher tiefsten Wert im Juni seitdem hier Temperaturen aufgezeichnet werden (2012). In den letzten Tagen des Monats wurde es wieder langsam sommerlicher und es begann der Vorspann zur Hitzewelle Anfang Juli.

 

 

 

Niederschlag/Gewitter

Abb.2: Niederschläge an der Wetterportal Station Winterberg. Über lange Zeit regnete es kaum, erst um den 20. steigt die Regenkurve etwas schneller an.

Die Niederschläge erreichten auch in diesem Monat nirgends im Sauerland die langjährigen Mittelwerte. Am meisten regnete es noch ganz im südlichen Sauerland, westlich des Kahlen Astens mit bis zu 70 mm. Trocken blieb es vor allem in der Medebacher Bucht und im Raum Marsberg. Hier kamen oft nur etwa 30 mm vom Himmel. Die Normalwerte für den Juni liegen im Sauerland meist zwischen 70 und 120 mm. 

Besonders trocken viel in diesem Monat die erste Hälfte aus. So fielen z.B. in Medebach bis zum 20. Juni nur knapp 10 Liter Regen. An den nachfolgenden Tagen regnete es hier und da etwas kräftiger und zumindest vorübergehend wurde die Trockenheit etwas gelindert.

Gewitter waren in diesem Monat eher eine Seltenheit. Einige fotogene Blitze konnten in der Nacht vom 12. auf den 13. z.B. nahe der Grenze zu Hessen festgehalten werden. Ansonsten fielen die Niederschläge meist in Form einiger Schauer oder kleinerer Regengebiete.

 

Wind

Abb. 3: Windböen im Mai an der Wetterportal-Station Graf-Stolberg-Hütte bei Willingen-Usseln. Der 2. Juni war mit Abstand der windigste Tag des Monats.

In Sachen Wind brachte der Juni nur wenig Spektakuläres. Eine einzelne Ausnahme bildete der 02. des Monats. An diesem Tag konnte die neue Wetterstation an der Graf-Stolberg-Hütte oberhalb von Willingen-Usseln eine Böe von 69 km/h und damit Windstärke 8 registrieren. Selbst die sehr exponiert gelegene Station auf dem Kahlen Asten konnte diesen Wert nicht erreichen. An den restlichen Tagen des Monats blieb es überwiegend schwachwindig mit dem für den Sommer typischen Wechsel aus teils windstillen Nächten und Tagen mit mäßiger Brise.

 

Sonne

Abb. 4: Globalstrahlung an der Wetterportal-Station in Schmallenberg-Ebbinghof. Alles oberhalb der schwarzen Linie kann als Sonnenphase bezeichnet werden.

Die Sonne schien im Juni im Bereich des Kahlen Astens insgesamt rund 191 Stunden und damit 21 Stunden länger als im Mittel der Jahre 1961-1990 üblich. Besonders in der ersten Monatshälfte und dann wieder in den letzten Tagen zeigte sich die gelbe Kugel oft mehr als 10 Stunden pro Tag. Deutlich wolkiger blieb die kühlste Zeit des ersten meteorologischen Sommermonates. Zwischen dem 18. und 23. Juni überwogen die Wolken deutlich, an einem Tag, dem 22. blieb es sogar durchweg bedeckt.

 

 

Der Juni Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im Mai gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Der Juni seit 1950

Kühle Tage und warme Tage hatte der Juni 2015 zu bieten. Alles in allem blieb das Monatsmittel aber im Bereich der langjährigen Mittelwerte ...

Ein Blitz genau getroffen

Gewitter traten in diesem Juni relativ selten auf. Eines der wenigen, die sich doch bildeten konnte Benedikt Selter bei Finnentrop am 06. des Monats sehr fotogen festhalten.

Der Juni auf dem Kahlen Asten

Juni Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur +11,5°C + 0,4°C
Höchste Temperatur 26,2 °C +2,2°C
Tiefste Temperatur 3,7°C +1,6°C
Warme Tage (einmalig >20°C) 4 - 2 Tage
Sommertage (einmalig >25°C) 1 +- 0 Tage
Niederschlag 69 mm -44 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 8 -6 Tage
Sonnenstunden 194 Stunden + 14 %
Tage ohne Sonne 2 - 1 Tag
Höchste Windböe 69 km/h -