Die Bilder des Monats

Recht kühle erste Monatshälfte

Blick von der Kahlen Pön, 14.08. (Bild: Sauerlandbilder)

Vollmond über Feldern

Im Schmallenberger Sauerland, 16.08. (Bild: Sauerlandbilder)

Abendlicht

Blick über das obere Lennetal bei Westfeld, 18.08. (Bild: Luftfotografie Sauerland)

Einige wolkenlose Tage zum Monatsende

Blick über Winterberg-Langewiese zum Kahlen Asten (24.08.)

Nebel im Hessischen ...

Sonnenaufgang vom Bollerberg bei Hallenberg (Bild: Gerhard Kobbeloer)

August 2016


Wenn man einen Strich unter den letzten Hochsommermonat des Jahres macht dann sagt die Bilanz: Deutlich zu trocken, etwas mehr Sonne als üblich und insgesamt leicht zu warm. Besonders in Erinnerung bleiben werden aber die großen Temperaturunterschiede.

Temperatur

Abb. 1: Die Höchsttemperaturen an den Stationen Ettelsberg (blau) und Schmallenberg-Winkhausen (rot). Nach einer eher kühlen ersten Monatshälfte legten die Temperaturen in den letzten Tagen nochmals markant zu.

14,3 Grad waren es im Durchschnitt auf dem Kahlen Asten, damit 1,6 Grad mehr als im Mittel der Jahre 1961-1990, welches als vom Klimawandel noch relativ unbeeinflusst gilt, und 0,8 Grad mehr als im aktuellen Mittel der Jahre 1981-2010.  

Ähnlich wie bereits im Juli begann auch der August mit verhältnismäßig kühlen Temperaturen, viele sahen hier bereits das Ende des Sommers kommen. Besonders deutlich wurde dieser Eindruck am Morgen des 11. August. Der ein oder andere in den Sauerländer Tälern wird sehr überrascht gewesen sein, denn vielerorts waren die Wiesen und Autos verreift – eher ein Anblick für Ende September ! An mehreren Stationen des Wetterportals Sauerland sanken die Werte sogar in 2 m Höhe unter den Gefrierpunkt, so z.B. in Schmallenberg-Westfeld mit -0,1, in Medebach mit -1,1 und am Ruhrdamm bei Winterberg mit -2,7 Grad. Diese Temperatur war hier die bisher niedrigste Sommertemperatur seit Beginn der Messungen im Jahr 2012. Anschließend ging es aber wieder bergauf, so dass die Befürchtungen über den nahenden Herbst nicht wahr wurden. Tatsächlich prägten sogar zwei Perioden mit überaus sonnigen Tagen die zweite Augusthälfte. Die erste dieser Phasen (13.-19.) brachte frische Nächte und angenehme Nachmittage mit Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad. Nach kurzer Regenunterbrechung kam dann ab dem 23. August der Hochsommer mit Temperaturen, die Tag für Tag stiegen und letztendlich verbreitet Rekordwerte für das letzte Augustdritte erreichten, 28,8 Grad auf dem Kahlen Asten, 30 Grad in Winterberg und rund 35 Grad z.B. in Eslohe-Reiste oder in Brilon-Messinghausen. Gerade die Medebacher Bucht gehörte in diesen Tagen zu den Hitzeschwerpunkten von ganz NRW.

 

 

 

 

 

Niederschlag/Gewitter

Abb. 2: Die täglichen Regenmengen an den Stationen Medebach (orange) und Winterberg-Altastenberg (blau). Allgemein waren die Regenmengen in diesem Monat deutlich geringer als normal.

Noch etwas hatte der August mit dem Juli gemeinsam – die oft deutlich zu geringen Niederschlagsmengen. Diese lagen meist nur zwischen 30 und 60 Litern pro Quadratmeter und damit bei nur etwa der Hälfte der üblichen Menge. In Medebach waren es zum Monatsende sogar nur 18 Litern. Zusammen mit der bereits zu geringen Regenmenge aus dem Juli wurde so mancher Baum am Monatsende braun und büßte seine Blätter ein. Kein Zeichen des nahenden Herbstes sondern durch den Trockenstress begründet.

Die Niederschlagsvorreiter waren der Monatsanfang, die Zeit um den 12. und die Perioden zwischen den beiden Sonnenphasen rund um den 22. August. Nicht zu vergessen sind zumindest örtlich die heftigen Gewitter, die zum Ende der Hitzewelle am 27. und 28. August über das Sauerland zogen. 

 

 

Wind

Abb.3: Vergleich der durchschnittlichen Tageswindgeschwindigkeiten an einer Bergstation (blau, Hohe Bracht) und Talstation (rot, Brilon-Messinghausen). Besonders in der zweiten Monatshälfte regte sich der Wind kaum.

Wirklich für Aufregung gesorgt hat der Wind in diesem Monat nicht. In Erinnerung bleibt aber der 25. August inmitten der Hitzeperiode. An diesem Tag wehte vor allem in den Morgenstunden ein kräftiger Südostwind (Berge um 50 km/h), der nördlich und westlich des Rothaarkammes als Sauerlandföhn ankam und so für eine Tropennacht mit Temperaturen über 20 Grad sorgte. Am 28. zogen vor allem über das westliche Sauerland teils heftige Gewitter mit Böen bis knapp 70 km/h (Hohe Bracht) hinweg.

 

Sonne

Abb. 4: Durchschnittliche Solarstrahlung (in Watt/Quadratmeter) an den Stationen Winterberg (blau) und Medebach (orange).

Die Sonne zeigte sich auf dem Kahlen Asten rund 200 Stunden lang und damit etwa 30 Stunden länger als normal. Wiederum war in dieser Hinsicht die Hitzephase zum Monatsende interessant. Für ganze drei Tage war der Himmel praktisch wolkenlos, nicht einmal Schleierwolken waren zu beobachten. Dies kommt in Deutschland nicht allzu oft vor – und im Sauerland erst recht nicht.

 

 

Der August Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im August gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Der August seit 1950

Nach der ersten Monatshälfte sah es so aus als ob der August der kühlste Sommermonat werden wird. Mit vielen warmen Tagen zum Monatsende war er dann aber doch noch deutlich wärmer als üblich ...

Kalte Sommernacht

Die Nacht zum 11. August war mit einigem Abstand die kälteste in diesem Sommer. In vielen Tälern gab es Bodenfrost, örtlich sanken die Werte sogar in 2 m Höhe unter den Gefrierpunkt (Bild: Stefan Falkenstein bei Medebach).

Der August auf dem Kahlen Asten

August Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 14,3°C +1,6 °C
Höchste Temperatur 28,8 °C + 3,8 °C
Tiefste Temperatur 4,2°C - 0,7 °C
Warme Tage (> 20 Grad) 11 + 3 Tage
Sommertage (> 25 Grad 5 + 4 Tage
Niederschlag 69 mm -34 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 9 + 4 Tage
Sonnenstunden 201 Stunden +20 %
Tage ohne Sonne 3 + 1 Tage
Höchste Windböe 58 km/h -