Die Bilder des Monats

Sommer-Sonnenaufgang

Am Kahlen Asten, 04.07. (Bild: Sauerlandbilder)

Sommer-Sonnenuntergang

Blick zur Hunau, 11.07. (Bild: Sauerlandbilder)

Sommernebel in den Tälern

Bei Finnentrop-Heggen, 19.07. (Bild: Benedikt Selter)

Vor dem heißesten Tag des Monats

Oberhalb der Almert, 19.07. (Bild: Sauerlandbilder)

Juli 2016


Der Juli war in diesem Jahr ein zweigeteilter Monat mit einer kühlen ersten und einer deutlich wärmeren zweiten Monatshälfte. Trotz deutlich zu geringen Niederschlägen blieb die Sonnenscheindauer etwas hinter ihrem Soll zurück. 

Temperatur

Abb. 1: Die Höchsttemperaturen an den Stationen Winterberg-Langewiese (blau) und Olsberg-Bruchhausen (rot). Der 20. Juli war verbreitet der wärmste Tag des Monats.

Mit 14,4 Grad im Mittel war der Juli um ganze 1,7 Grad wärmer als das langjährige Mittel der Jahre 1961-1990. In der aktuelleren Vergleichsperiode 1981-2010 bedeutet dies aber nur noch ein Überschuss von 0,6 Grad und somit liegt der Monat im Normalbereich. Dies ergaben die Messungen und Beobachtungen des Wetterportals Sauerland.

Die Verteilung dieser Temperaturen auf den Gesamtmonat war allerdings alles andere als einheitlich. So verlief die erste Monatshälfte verhältnismäßig kühl, auch wenn die tiefsten Temperaturen deutlich über den sonst üblichen Minimalwerten blieben. Die kühlste Nacht war verbreitet die Nacht auf den 07. Juli. Das Quecksilber sank in Schmallenberg-Westfeld auf 2,7, in Medebach bis 3,3 und in Winterberg bis auf 7,3 Grad. An der Ruhrquelle wurde der Gefrierpunkt mit 0,2 Grad nur sehr knapp verpasst. Diese Werte sind allerdings auch für den Juli hier nichts außergewöhnliches, denn am 01. Juli wurden hier vor zwei Jahren -1,7 Grad erreicht, auch in Medebach war es damals mit 1,2 Grad deutlich kühler. Nach Monatsmitte sanken die Werte dann aber nur noch sehr selten unter die 10 Grad-Marke, in den Fokus rückten dagegen vielmehr die Höchsttemperaturen. So schwitzten die Bewohner der Winterberger Höhendörfer Langewiese und Altastenberg am 20. Juli bei 28,4 bzw. 28,5 Grad. In Medebach war es mit 32,6 Grad noch fast vier Grad heißer. Den gleichen Wert erreichte auch Eslohe-Reiste. Zum Vergleich: Am Spitzentag des vergangenen Jahres, dem 04. Juli 2015 lagen die Werte mit 32,6 Grad in Langewiese und 36,6 Grad in Medebach noch in ganz anderen Sphären. 

 

 

 

 

 

Niederschlag/Gewitter

Abb.2: Die täglichen Regenmengen an den Stationen Medebach (gelb) und Bestwig-Wasserfall (blau). An der letzt genannten Station prasselten in einem Gewitter am 22. ein großer Teil des Monatsniederschlages vom Himmel.

Wie so oft wird es manch einer anders im Gefühl gehabt haben, tatsächlich war es in diesem Monat sauerlandweit verbreitet zu trocken. An vielen Tagen machten die Niederschlagsgebiete einen Bogen um unsere Region und so summierten sich die Tagesmessungen im Regenbehälter auf eher mickrige 34 mm in Medebach, 47 mm an der Pastorenwiese oberhalb von Hallenberg und 56 mm in Winterberg-Neuastenberg. Am nassesten war es in Bestwig-Wasserfall, wo am 22. des Monats ein heftiges Gewitter niederging. Hier waren es am Ende des Monats 89 mm. Von diesem Wert abgesehen entsprechen die Mengen noch nicht einmal zur Hälfte den langjährigen Mittelwerten. 

Die größten Regenmengen traten noch an zwei Gewittertagen auf. So erreichte zogen zum einen am Abend des heißesten Monatstages einige sehr blitzreiche Gewitter über Winterberg, Medebach und Hallenberg. Nur zwei Tage später, am 22. Juli, entlud sich die schwüle Luft erneut in Form von einigen heftigen Gewittern. 

 

 

 

Wind

Abb.3: Vergleich der durchschnittlichen Tageswindgeschwindigkeiten an einer Bergstation (rot, Hohe Bracht) und Talstation (blau, Schmallenberg-Westfeld). Besonders in der zweiten Monatshälfte regte sich der Wind kaum.

Der Wind war in diesem Monat im Allgemeinen eine extrem schwache Angelegenheit. An vielen Tagen vor allem in der schwülen Phasen zwischen dem 21. und 26. Juli regte sich oftmals kaum ein Blatt. So bekamen die Windmesser meist nur innerhalb von Schauern oder Gewittern für kurze Zeit mehr Arbeit. Die Station am Homberg oberhalb von Züschen registrierte dabei am Abend des 20. Juli eine Böe von 38,5 km/h, auch das ist aber nicht mehr als eine steife Brise. Die mit Abstand kräftigste Böe wurde im gleichen Gewitter mit 74,2 km/h an der Hohen Bracht registriert. Die vorherrschende Windrichtung war meist Südwest, recht typisch für unsere Breiten.

 

Sonne

Abb. 4: Durchschnittliche Solarstrahlung (in Watt/Quadratmeter) an den Stationen Schmallenberg-Ebbinghof (blau) und Winterber-Neuastenberg (gelb).

Wie bereits im ersten meteorologischen Sommermonat, dem Juni, zeigte sich die Sonne etwas seltener als üblich. So registrierte der Kahle Asten mit 148 Stunden ein Defizit zum langjährigen Mittelwert von rund 20 Stunden oder 13 %. Die drei Tage zwischen dem 18. und 20. des Monats waren mit Abstand die freundlichsten, ansonsten überwogen oftmals die Wolken.

 

 

Der Juli Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im Juli gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Der Juli seit 1950

Vor allem weil die richtig kühlen Tage fehlten war der Juli insgesamt zu warm. Trotzdem waren seine drei Vorgänger noch etwas sommerlicher ...

Der Juli auf dem Kahlen Asten

Juli Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 14,4°C +1,7 °C
Höchste Temperatur 27,1 °C + 1,7 °C
Tiefste Temperatur 6,3°C + 2,0 °C
Warme Tage (> 20 Grad) 8 -1 Tag
Sommertage (> 25 Grad 1 -1 Tag
Niederschlag 62 mm -51 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 13 +-0 Tage
Sonnenstunden 148 Stunden - 16%
Tage ohne Sonne 0 +- 0 Tage
Höchste Windböe 62 km/h -