Die Bilder des Monats

Sonniger Allerheiligentag

Blick vom Langenberg auf Willingen, 01.11.

In den Tälern kälter als am Berg

Blick über den Rothaarkamm, 01.11.

Für eine Woche wird es Winter

Auf der Postwiese in Neuastenberg, 08.11.

Ein sonniger Frühwintertag

Blick zum Kahlen Asten, 14.11.

Bald wird es aber wieder milder

Blick von der Hohen Bracht, 23.11.

Kalt und sonnig am Monatsende

Am Biggesee, 30.11. (Bild: Benedikt Selter)

November 2016


Der November war ein Herbstmonat wie man ihn sich in der Regel vorstellt. Er brachte einige sehr milde und viele kalte Tage, hatte zahlreiche graue und einige sonnige Phasen, er zeigte sich zeitweise weiß verschneit, oft aber auch sehr dunkel. Im Endeffekt war er aber vor allem eines: Durchschnittlich.

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Stationen Ettelsberg (blau, 830 m) und am Golfplatz Schmallenberg in Winkhausen (rot, 430 m). Nach einer winterlichen Phase wurde es schnell wieder milder.

Im Mittel der 30 Novembertage erreichte der Kahle Asten exakt 1,0 Grad, war damit der kälteste seiner Art seit 2007 und blieb um 1 Zehntelgrad unter dem Schnitt der Jahre 1961-1990. Höhen und Tiefen zeigte dann aber der genaue Verlauf des Monats. So war sein Auftakt mit dem Allerheiligentag sehr sonnig und mild. Danach folgte aber ein deutlicher Absturz und ab dem 07. November war es auf den Bergen für rund eine Woche sogar dauerfrostig kalt. Für die erste Hälfte des letzten Herbstmonats eine eher ungewöhnliche Tatsache. In den Tälern der Region sank das Quecksilber sogar bereits nahe an die -10 Grad-Marke heran. 

Ab dem 15. November setzte dann aber eine fast zweiwöchige Phase mit deutlich milderen Temperaturen ein. Diese erlebte ihren Höhepunkt am 23. des Monats als verbreitet um 15 Grad gemessen wurden. Auf dem Kahlen Asten waren die 14,4 Grad der mit Abstand höchste Wert in einem letzten Novemberdrittel seit 1955. Die letzten vier Tage waren dann aber wieder deutlich frischer und so wurden am Morgen des 29. in Medebach und nahe der Ruhrquelle mit -11,4 bzw. -12,0 Grad die tiefsten Sauerländer Werte des Herbstes gemessen. 

Der letzte Monat mit überdurchschnittlichen Niederschlägen war der Juni und auch der November konnte diese Serie nicht brechen. So kamen im östlichen Sauerland bis zum Monatsende zwischen 50 (Medebach, Raum Eslohe) und 105 (Kahler Asten) Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammen. Dies entspricht etwa 70-90 % der sonst üblichen Menge. 

 

Niederschlag/Schnee

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Schmallenberg-Ebbinghof (blau) und Brilon-Messinghausen (rot). Wieder einmal reichten die Werte nicht an den langjährigen Durchschnitt heran.

Der letzte Monat mit überdurchschnittlichen Niederschlägen war der Juni und auch der November konnte diese Serie nicht brechen. So kamen im östlichen Sauerland bis zum Monatsende zwischen 50 (Medebach, Raum Eslohe) und 105 (Kahler Asten) Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammen. Dies entspricht etwa 70-90 % der sonst üblichen Menge. 

Die mit Abstand niederschlagsreichsten Tage war der Zeitraum zwischen dem 16. und 18. November. In dieser Phase kamen verbreitet zwischen 30 und 40 Liter und damit oft die Hälfte der gesamten Monatssummen zusammen. Danach regnete es nur noch wenig und die Flüsse führten zum Monatsende erneut zu wenig Wasser.

Vom 07. bis zum 15. November kamen die Niederschläge teils bis in die tiefsten Lagen als Schnee oder Schneeregen vom Himmel und so bildete sich oft eine zumindest dünne Schneedecke. Auf dem Kahlen Asten lag diese insgesamt zehn Tage lang und erreicht zwischen dem 11. und 13. November eine maximale Stärke von 24 cm. In der zweiten Monatshälfte fiel dann kein Schnee mehr, aufgrund der Kälte an den letzten drei Tagen sorgten aber die Schneekanonen in den Skigebieten bereits für eine gute Grundlage für die Skisaison.

 

 

Sonne

Abb, 3: Tägliche, mittlere Solarstrahlung an den Stationen Winterberg (blau) und Olsberg-Bruchhausen(rot).

Niemand erwartet in einem November besonders ausgiebigen Sonnenschein. So ist der langjährige Mittelwert auf dem Kahlen Asten mit 47 Stunden auch sehr bescheiden. Vor allem die freundlichen Tage zum Monatsende konnten die Gesamtbilanz in diesem Jahr aber noch auf 50 Stunden nach oben befördern und damit trotz der 18 sonnenscheinlosen Tage für eine positive Abweichung sorgen.

 

Wind

Abb. 4: Mittlere Windgeschwindigkeiten an einer Bergstation (Hohe Bracht, blau) und Brilon (rot)

Während die erste Monatshälfte eher windschwach zogen vor allem zwischen dem 15. und 21. November einige Tiefausläufer mit stürmischen Böen über die Region hinweg. So erreichten die Berge der Region verbreitet zwischen 65 und knapp 90 km/h, was allerdings einem richtigen Herbststurm auch nicht wirklich würdig ist.

 

 

Der November Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im November gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Der November seit 1950

So kalt wie in diesem Jahr war der November seit 2007 nicht mehr. Auf dem Kahlen Asten hatte er eine Mitteltemperatur von genau 1,0 Grad.

Viele kalte Nächte

Gerade in einer einwöchigen Phase vor Monatsbeginn und dann wieder am Monatsende reihten sich viele kalte Tage aneinander und wie hier an der Mühlenkopfschanze in Willingen konnten die Schneekanonen laufen

Der November auf dem Kahlen Asten

November Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 1,0 °C -0,1 °C
Höchste Temperatur 14,4 °C +2,8 °C
Tiefste Temperatur -7,1°C + 0,3 °C
Eistage (Max <0 Grad) 8 + 1 Tag
Frosttage (Min < 0 Grad 18 +-0 Tage
Niederschlag 105 mm -29 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 16 - 4 Tage
Sonnenstunden 50 Stunden +6 %
Tage ohne Sonne 18 + 2 Tage
Höchste Windböe 86 km/h -