Die Bilder des Monats

Eine überaus sonnige erste Septemberhälfte beginnt

Frühnebel bei Westfeld, 02.09. (Bild: Sauerlandbilder)

Ein Spätsommermorgen

Blick über Winterberg, 13.09. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Die Landschaftspfleger "schwitzen"

Auf der Hochheide des Kahlen Astens, 14.09.

Doch der Herbst kommt langsam näher

Frühnebelfelder bei Attendorn, 24.09. (Bild: Benedikt Selter)

September 2016


Der erste Herbstmonat in diesem Jahr machte seinem Namen so gar keine Ehre. Er war der wärmste seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen am Kahlen Asten und lag auch bei der Sonnenscheindauer sehr weit vorne. Die andauernde Trockenheit machte der Natur aber zu Schaffen.

Temperatur

Abb. 1: Die Höchsttemperaturen an den Stationen Ettelsberg (blau) und Eslohe-Reiste (rot). Viele Tage waren selbst auf den höchsten Bergen mit mehr als 20 Grad für September sehr warm.

Mit einer Mitteltemperatur von 14,3 Grad war der September auf dem Vater der Sauerländer Berge um ganze 0,1 Grad wärmer als derjenige aus dem Jahr 2006 und er löste diesen damit als bisher wärmsten Vertreter seiner Art seit offiziellem Meßbeginn im Jahr 1955 ab. Die Abweichung zum langjährigen Mittelwert (1961-1990) war mit 4,4 Grad immens. Besonders warm verlief die Phase zwischen dem 06. und 15. September, als selbst auf den höchsten Bergen täglich mehr als 20 Grad gemessen wurden. Am 13. September, der verbreitet wärmste Tag des Monats, registrierte die Wetterstation auf dem Kahlen Asten mit 26 Grad den zweithöchsten Wert der je in einem September gemessen werden konnte (Rekord: 27 Grad im Jahr 1973). In den Tälern wurde an diesem Tag sogar nochmals die 30 Grad-Marke knapp überschritten (Medebach, Eslohe-Reiste 31 Grad). Erst im letzten Monatsdrittel erreichte zeitweise etwas frischere Luft unsere Region und so wurden die kühlsten Nächte meist zwischen dem 20. und 22. September gemessen. Mit -0,2 in der Medebacher Bucht und -2,3 Grad im Kälteloch nahe der Ruhrquelle gab es zwar teils leichten Frost, diese Werte wurden aber schon Anfang August unterboten. Nichts besonders also !

 

 

 

 

 

Niederschlag/Gewitter

Abb. 2: Die täglichen Regenmengen an den Stationen Finnentrop-Heggen (rot) und Hallenberg-Pastorenwiese (blau). Nur an vier bis fünf Tagen regnete es in diesem Monat. Die Gesamtmengen blieben mit 10 bis 22 Litern äußerst gering.

Wie oft deutlich am Landschaftsbild zu erkennen war, regnete es in diesem September den dritten Monat in Folge deutlich weniger als üblich. So zeigte der Messbecher an den knapp 30 Messstationen des Wetterportal Sauerland nur eine Füllhöhe zwischen 10 und 22 mm. Diese Höhe im Messbecher entspricht 10 bis 22 Litern pro Quadratmeter, normal gewesen wären im ersten Herbstmonat zwischen 60 Litern in der Medebacher Bucht und 103 Litern auf dem Kahlen Asten. Da auch Juli und August verbreitet zu trocken ausfielen warf so mancher Laubbaum trotz der Wärme deutlich früher sein Laub ab als üblich. Besonders in der Medebacher Bucht machten die Wiesen zudem einen Eindruck der mehr an Steppe als an Mittelgebirge erinnerte.

 

 

Wind

Abb.3: Vergleich der durchschnittlichen Tageswindgeschwindigkeiten an einer Bergstation (blau, Hunau) und Talstation (rot, Brilon). Nur an wenigen Tagen war es etwas windiger, meist blieb es sehr ruhig.

Da richtig kräftige Tiefdruckgebiete, von Herbststürmen ganz zu schweigen, das Sauerland nicht erreichten, spielte auch der Wind in diesem Monat nur eine untergeordnete Rolle. So blieben die maximalen Windspitzen in den etwas tiefer gelegenen Orten meist unter 50 km/h. Einzig der Kahle Asten erreichte 61 km/h, was für eine Bergstation aber nicht besonders spektakulär ist.

 

Sonne

Abb. 4: Durchschnittliche Solarstrahlung (in Watt/Quadratmeter) an den Stationen Schmallenberg-Ebbinghof (blau) und Brilon-Messinghausen (rot).

Ein Merkmal des Monats war neben der Wärme und der Trockenheit natürlich auch der reichliche Sonnenschein, der den Böden vor allem an den Südhängen noch zunehmend Feuchtigkeit entzog. Nur 4 bis 5 Tage blieben in diesem Monat eher trüb, der große Rest präsentierte sich freundlich oder sogar völlig wolkenlos. So verlängerten einige Freibadbetreiber ihre Saison trotz Ferienende bis zur Monatsmitte. Macht man einen Strich unter den Monat kamen auf dem Kahlen Asten ganze 206 Sonnenstunden zusammen. Dies ist der höchste Wert seit 1959 (damals waren es 291 Stunden ! ).

 

 

Der September Tag für Tag

Wie ist das Wetter an einem bestimmten Tag im September gewesen ? Alle Daten und Fakten, u.a. aus unserem Messnetz sind hier zu finden.

Der August seit 1950

Mit einem Durchschnitt von 14,3 °C war der September 2016 der bisher wärmste erste Herbstmonat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen am Kahlen Asten ...

Der September auf dem Kahlen Asten

September Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 14,3°C +4,4 °C
Höchste Temperatur 26,0 °C + 5,1 °C
Tiefste Temperatur 6,2°C 3,8°C
Warme Tage (> 20 Grad) 13 + 11 Tage
Sommertage (> 25 Grad 3 + 3 Tage
Niederschlag 21 mm - 80 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 9 + 4 Tage
Sonnenstunden 206 Stunden +61 %
Tage ohne Sonne 4 Tage
Höchste Windböe 61 km/h -