Die Bilder des Monats

Sehr milder Monatsbeginn

Am Rothaarkamm, 01.04.

Herbstliches Nebelmeer im Frühjahr

Bei Winterberg-Neuastenberg, 04.04.

Der wärmste Tag des Monats beginnt

Nahe Sundern-Wildewiese, 09.04. (Quelle: Benedikt Selter)

An Ostern ist der Winter wieder da ...

Am Kahlen Asten, 17.04.

... und er hält sich einige Tage

Über dem Astenturm, 20.04.

April 2017


Der April war im Sauerland ein wechselhafter Monat mit leicht unterdurchschnittlichen Temperaturen, etwas zu wenig Sonnenschein und erneut zu geringen Niederschlägen. Besonders bemerkenswert war, dass die erste Monatshälfte deutlich milder als die zweite verlief.

Temperatur

Abb. 1: Die Tagestiefsttemperaturen an den Wetterstationen Hunau (blau) und Schmallenberg-Westfeld (orange). Besonders in der zweiten Monatshälfte gab es eine Reihe sehr kalter Nächte.

Mit einer mittleren Temperatur von 3,3 Grad war der April auf dem Kahlen Asten im Vergleich zur Periode 1961-1990 mit 0,2 Grad minimal zu kalt. Zieht man die Periode 1981-2010 zur Rate, die deutlich milder verlief, war der Monat aber sogar um rund 1,2 Grad zu frisch. 

Dabei zeigten sich die ersten zwei Wochen des Monats bis zum Osterfest insgesamt noch deutlich milder als normal. Selbst in Winterberg stieg die Temperatur an acht Tagen über die 10-Grad-Marke, in Medebach wurde dieser Wert sogar elfmal, unterhalb der Höhenlage von Meschede und Arnsberg sogar an jedem Tag übertroffen. Das Maximum wurde dabei verbreitet am 09. April erreicht. Die Höchstwerte erreichten an diesem Tag verbreitet zwischen 18 und 24 Grad.

Ab Karfreitag  gab es dann praktisch keine milden Tage mehr. Im Gegenteil: Die Luftströmung drehte von Südwest auf Nord und kalte Luft aus Skandinavien machte sich im Sauerland breit. So sank das Thermometer auf dem Kahlen Asten noch in 16 Nächten, in Medebach sogar noch 18mal bis unter den Gefrierpunkt ab. Die tiefste Temperatur des Monats wurde am Mittwoch nach Ostern an der Ruhrquelle gemessen. Mit -10,2 Grad konnte hier nochmals strenger Frost registriert werden. So kalt war es seit Beginn der Messungen durch das Wetterportal im Jahr 2006 so spät im Jahr im gesamten Sauerland noch nie. 

 

Niederschlag/Schnee

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Willingen (blau) und Bestwig-Wasserfall (orange). An den Ostertagen regnete und schneite es zeitweise. Insgesamt blieben die Mengen aber gering.

Man hatte zwar den Eindruck, dass es immer wieder mal regnete oder schneite. Insgesamt blieben die Mengen aber wieder einmal hinter den langjährigen Mittelwerten zurück. Mit rund 45 Litern auf dem Kahlen Asten wurden hier etwa 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter weniger als üblich gemessen. In tieferen Lagen waren die Mengen meist noch etwas geringer und so erreichte Winterberg 35, Medebach nur rund 25 Liter Niederschlag. Am trockensten blieb es im Raum Schmallenberg mit nur etwa 20 Litern Niederschlag. Dagegen kam in Olsberg-Bruchhausen mit 55 Litern mehr Wasser vom Himmel als auf dem Kahlen Asten. Insgesamt wurde das Soll zum neunten Mal in den letzten zehn Monaten nicht erreicht. 

Der Schnee, eigentlich nach einem sehr milden März und einem warmen Start in den April bereits abgeschrieben, legte sich ab den Ostertagen nochmals über das Sauerland. So lag u.a. am Ostermontag verbreitet eine dünne Schneedecke, am Dienstag darauf erreichte diese rund um Winterberg sogar teils bis zu 15 cm Höhe. Interessant ist, dass es auch im vergangenen Jahr noch einen heftigen Wintereinbruch kurz vor dem 1. Mai gegeben hat. Damals erreichte der Kahle Asten sogar fast 25 cm.

 

 

Sonne

Abb. 3: Mittlere Solarstrahlung pro Tag an den Stationen Finnentrop-Heggen (blau) und Schmallenberg-Ebbinghof (orange). Rund um die Ostertage zeigte sich die Sonne kaum, besonders am Monatsanfang war es dagegen oft freundlich.

Die Sonne zeigte sich an den meisten Tagen zumindest für kurze Zeit. Durchweg sonnig waren dagegen nur ausgewählte Phasen. Besonders hervorzuheben waren dabei der 09. und der 20. April, die strahlenden Sonnenschein von früh bis spät brachten. Sehr unterschiedlich waren dabei aber die Temperaturverhältnis. Während der 09. bei 18 bis 22 Grad Frühsommerwetter brachte waren am 20. bei nur 3 bis 8 Grad eher Winterklamotten gefragt. Insgesamt erreicht die Sonne am Kahlen Asten 130 Stunden und damit ein wenig, genauer 4 % weniger als normal.

 

Wind

Abb. 4: Durchschnittliche Windgeschwindigkeiten pro Tag an den Stationen Graf-Stolberg-Hütte (blau) und Eslohe-Reiste (orange).

Der Wind war in diesem Monat nur eine Randnotiz wert. Er hielt sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 66 km/h eher zurück. Interessant war jedoch die Windrichtung, die zum Monatsstart fast ausschließlich aus Süd bzw. Südwest, nach Ostern dann nur noch aus Nord ins Sauerland wehte.

 

 

Der April seit 1950

Der diesjährige April war zwar nur leicht zu kalt, aufgrund der vielen milden Ausgaben in den Vorjahren war er der frischeste seiner Art seit 2001.

Das Osterfest war in diesem Jahr kälter als Weihnachten. Wie hier in Hallenberg sorgten die Osterfeuer aber für die nötige Wärme (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Der April auf dem Kahlen Asten

April Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur + 3,3 °C - 0,2 °C
Höchste Temperatur 18,2 °C + 1,5 °C
Tiefste Temperatur -5,7°C +- 0 °C
Eistage (Max <0 Grad) 2 +-0 Tage
Frosttage (Min < 0 Grad 18 + 3 Tage
Niederschlag 45 mm -55 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 10 -4 Tage
Sonnenstunden 131 Stunden -3 %
Tage ohne Sonne 0 -5 Tage
Höchste Windböe 66 km/h -
Maximale Schneehöhe 12 cm -4 cm
Tage mit mehr als 1 cm Schnee 5 - 10 Tage