Die Bilder des Monats

Schneefall zum Monatsstart

Lenneplätze, 01.12., 

Tiefwinterlicher 1. Advent

Kahler Asten, 02.12.

Weihnachtstauwetter setzt ein

Webcamblick Medebach-Düdinghausen, 23.12.

Nochmal Schnee zwischen den Jahren

Rothaarsteig bei Lenneplätze, 28.12. (Bild: Sauerlandbilder)

Silvester nur auf den Pisten weiß

Neuastenberg, 31.12. (Bildquelle: Skischule Neuastenberg)

Dezember 2017


Nachdem der Dezember 2016 oft sonnig und frei von Naturschnee war präsentierte sich sein Nachfolger ganz anders. Er zeigte sich vor allem in der ersten Monatshälfte sehr schneereich und im Allgemeinen fast ganz ohne Sonnenschein. Die Temperaturen lagen etwas über den Normalwerten.

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Wetterstationen Züschen (Homberg) und Diemelsee. In tieferen Lagen lag das Thermometer zumindest am Tag immer im Plusbereich.

Mit einer Mitteltemperatur von -0,8 Grad auf dem Kahlen Asten war der Dezember knapp ein Grad milder als ein durchschnittlicher seiner Art in der Periode 1961-1990. Damit war er hier deutlich kälter als der Dezember 2016. In den Tälern hingegen blieb er aufgrund völlig ausbleibender sternenklarer Nächte milder als im Vorjahr.

Die ersten drei Wochen des Dezembers waren von einer Nordwestwetterlage geprägt, die nasskalte Luft ins Sauerland führte. Damit lagen die Temperaturen auf den Bergen meist knapp unter, in den Tallagen knapp oberhalb des Gefrierpunktes. Typisch waren somit Tagestemperaturen von -2 bis 3 Grad, nachts kühlte es vielfach in den leichten Frostbereich ab. Aufgrund fehlender Aufklarungsphasen waren die absoluten Tiefstwerte des Monats eher bescheiden. Am 10. Dezember wurden auf dem Kahlen Asten -6 Grad, in der Nacht zum 15. Dezember an der Ruhrquelle kurzzeitig knapp -7 Grad gemessen. In der zweiten Monatshälfte legten die Werte zum Leidwesen vieler Wintersportler deutlich zu und so wurden an den Weihnachtstagen zwischen 3 und 7 Plusgerade erreicht, der mildeste Tag war dann der letzte des Jahres mit bis zu 12 Grad in im Lenne- und Ruhrtal.

 

 

Niederschlag

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Winterberg-Neuastenberg (blau) und Sundern-Wildewiese (orange). Kaum ein Tag blieb in diesem Monat mal ohne Niederschlag.

Während die Monate der ersten Jahreshälfte allesamt zu trocken ausfielen drehte sich das Bild ab Juli um und so schneite und regnete es seitdem mehr als ausgiebig. So verzeichnete auch der Dezember Überschüsse von meist 10 bis 30 % auf die normalen Werte. Der Kahle Asten erreichte insgesamt rund 170 mm, in den tiefere Lagen waren die Mengen mit meist 80 bis 120 mm etwas geringer, für die Lage aber ebenfalls übernormal. Interessant war dabei, dass sich die Niederschläge auf sehr viele Tage des Monats aufteilten. So blieben rund um Winterberg nur 2 bis 4 der 31 Dezembertage völlig trocken. 

In der ersten Monatshälfte fielen in den Hochlagen rund 90 % der ausgiebigen Niederschläge als Schnee und so war es kein Wunder, dass der Kahle Asten am Morgen des 18. Dezembers eine stattliche Schneehöhe von 53 cm erreichte. Selbst in vielen Tälern, waren an diesem Tag rund 10 cm bis 25 cm Schnee anzutreffen. Anschließend setzte aber Tauwetter ein und so war Weihnachten verbreitet grün. Nur oberhalb von 700 m hielt sich eine dünne Schneedecke, die ganz oben noch 8 bis 10 cm stark war. Da diese hier bis Silvester sogar noch etwas Zuwachs bekam lag hier im gesamten Monat Schnee, 2015 und 2016 waren vollkommen schneefrei geblieben.

 

 

Wind

Abb. 3: Maximale tägliche Windgeschwindigkeiten an den Stationen Winterberg-Langewiese (blau) und Schmallenberg-Ebbinghof (orange).Kurz vor Weihnachten waren die ruhigsten Tage zu verzeichnen.

Der Wind kam in diesem Monat fast ausschließlich aus West, zunächst war die vorherrschende Windrichtung Nordwest, zum Monatsende eher Südwest. Zu spüren war dieser Wind fast an jedem Tag, einen richtigen Wintersturm gab es in diesem Monat aber nicht. So lagen die maximalen Windböen meist bei „normalen 60 bis 90 km/h“.

 

Sonne

Abb. 4: Mittlere Solarstrahlung pro Tag an den Stationen Winterberg(blau) und Medebach (rot). Ein Wert unter 100 Watt/Quadratmeter ist mit einem trüben Tag gleichzusetzen. Es gab daher nur wenige Lichtblicke.

Bleibt noch das traurigste Kapitel des Monats: Die fehlende Sonne. Unterirdische 3 Stunden zeigte sich die gelbe Kugel diesen Monat am Himmel über dem Kahlen Asten. Das ist die geringste Summe eines Monats seit mindestens 1950. Bisheriger Rekordhalter war der Dezember 2011 mit rund 4 Stunden Sonne. 26 der 31 Dezembertage blieben vollkommen sonnenscheinlos. Auch in den Tälern war die Situation nur wenig besser. 

 

Der Dezember seit 1950

Nach dem sehr milden Dezember 2015 waren die letzten beiden Vertreter insgesamt deutlich kälter. Insgesamt lag das Mittel aber noch über dem langjährigen Durchschnitt.

 Durch den vielen Schnee an den Adventswochenende ergaben sich in diesem Dezember schöne weihnachtliche Stimmungen (im Bild Westfeld, Quelle: Sauerlandbilder)

Der Dezember auf dem Kahlen Asten

Dezember Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur -0,8°C + 0,9 °C
Höchste Temperatur 6,6 °C - 0,8 °C
Tiefste Temperatur -5,8 °C + 5,3 °C
Frosttage (Min > 0 Grad) 26 +1 Tag
Eistage (Max > 0 Grad) 12 - 3 Tage
Niederschlag 173 mm + 5 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 24 + 7 Tage
Sonnenstunden 3 Stunden - 92 %
Tage ohne Sonne 26 + 7 Tage
Höchste Windböe 100 km/h -
Tage mit Schnee > 1 cm 31 +7 Tage
Max. Schneehöhe 53 cm + 8 cm