Die Bilder des Monats

Noch lange verreifte Hochlagen

Am Kahlen Asten (08.02, Quelle: Sauerland-Bilder)

Anfangs nur geringe Niederschlagsmengen

Blick ins Lennetal (13.02., Quelle: Benedikt Selter)

Nach milden Nachmittagen nur noch oben Schnee

Blick Richtung Winterberg-Langewiese, 15.02.

Zum Monatsende naht der Frühling

Mittlere Höhenlagen, 24.02. (Quelle: Sauerland-Bilder)

Februar 2017


Während der Januar ein Wintermonat aus dem Bilderbuch war brauchte der Februar das typisch wechselhafte Sauerländer Wetter wieder zurück. Er war insgesamt zu mild, die Niederschlagsmengen in etwa normal und die Sonne hielt sich eher zurück. Der Schnee aus dem Januar lag verbreitet noch bis zur Monatsmitte.

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Wetterstationen Hunau (blau) und Eslohe-Reiste ( orange). Dauerfrost gab es auch in den Hochlagen nur noch in der ersten Monatshälfte.

Eine Durchschnittstemperatur von genau 0,0 Grad auf dem Kahlen Asten bedeuten eine positive Abweichung von 2,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 1961-1990. Im Vergleich zum aktuelleren Mittel der Jahre 1981-2010 lag der „Überschuss“ noch bei genau 2,0 Grad. 

Die kältesten Tage des Februars reihten sich rund um den 10. Februar. An diesen Tagen erreichten die Temperaturen auch in den Tälern kaum den Gefrierpunkt, auf den Bergen blieb das Quecksilber bei -5 Grad stecken. Da der Wind in dieser Zeit konstant aus Westen wehte und sich so in den Nächten keine Temperaturinversionen mehr bilden konnte wurde es in diesem Monat nirgends im Sauerland kälter als -10 Grad. Ein deutlicher Gegensatz zu den eiskalten Nächten des Januars, in dem örtlich jede zweite Nacht strengen Frost aufwies.

Schaut man sich die Höchstwerte des Monats an so wurden diese verbreitet am 15. Februar erreicht. Bei wolkenlosem Himmel wurde dabei selbst rund um Winterberg die 10 Grad-Marke knapp überschritten. Ein eher seltenes Phänomen für einen Wintermonat. In den Tälern der Region lag das Thermometer an diesem Nachmittag sogar nicht weit von der Frühlingsmarke von 15 Grad entfernt. 

 

Niederschlag/Schnee

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Winterberg-Altastenberg (blau) und Olsberg-Bruchhausen (rot). Während die erste Monatshälfte fast vollständig trocken blieb regnet es zum Monatsende teils ergiebig.

Nach vielen zu trockenen Monaten in Folge erreichte der Februar so gerade die langjährigen Durchschnittswerte. Auf dem Kahlen Asten kamen 115 mm zusammen, was gleichzeitig den Sauerländer Spitzenwert darstellte. In den Tälern waren es meist zwischen 50 und 80 mm. Den Großteil dieses Niederschlages lieferten die Tiefdruckgebiete „STEFAN“ und „THOMAS“, die am 22. und 23. über das Sauerland fegten. Auf dem Kahlen Asten bedeuteten 51 Liter in nur 24 Stunden den zweithöchsten Februartageswert seit 1955. 

Im Januar kam nahezu der gesamte Monatsniederschlag in Form von Schnee vom Himmel. So lag am Monatsanfang noch verbreitet eine 20 bis 50 cm dicke Schneedecke. Von dieser zehrte man bis etwa zum 20. Februar, denn es blieb fast vollständig trocken und wenn mal Niederschlag fiel dann meist in Form von Regen. Danach schmolz der Schnee auch auf den Bergen vollständig dahin. Nur kurz von Karneval wurde es nochmals etwas weiß.

 

 

Sonne

Abb. 3: Mittlere Solarstrahlung pro Tag an den Stationen Winterberg-Neuastenberg (blau) und Brilon-Messinghausen. Rund um die Monatsmitte waren drei Tage wolkenlos, ansonsten zeigte sich die Sonne insgesamt nur kurz

Drei Tage des Monats, der 13., 14., und 15. Februar waren praktisch wolkenlos und diese brachten mehr als 50 % der gesamten Sonnenleistung des Monats zustande. Ansonsten machte sich die Sonne eher rar und 45 Stunden am Monatsende bedeuteten etwa 25 Stunden weniger als in einem normalen Februar zu erwarten gewesen wäre. 

 

Wind

Abb. 4: Maximale Windgeschwindigkeiten pro Tag an den Stationen Hohe Bracht (Blau) und Medebach (orange). Auf den Bergen erreichte der Wind zum Monatsende Werte um 100 km/h

Mit den bereits angesprochenen Sturmtiefs „STEFAN“ und „THOMAS“ erreichte der Wind auf dem Kahlen Asten nahezu Orkanstärke. 112 km/h bedeuteten sogar den höchsten Wert des gesamten Winters. Bei 50 bis 80 km/h rüttelten an diesem Tag auch in den Tallagen die Sturmböen an Bäumen und Fensterläden. Größere Schäden blieben aber weitgehend aus.

 

 

Der Februar seit 1950

Da richtig kalte Phasen ausblieben schloss der Februar auf dem Kahlen Asten rund 2 Grad milder ab als im Mittel 1961-1990. 

In tieferen Lagen waren nur noch die ersten Tage des Monats verschneit. Dann wurde es zunehmend grauer und auch die Gewässer, hier die Alme,  tauten wieder auf.

Der Februar auf dem Kahlen Asten

Februar Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur + 0,0 °C + 2,5 °C
Höchste Temperatur 10,1 °C +3,6 °C
Tiefste Temperatur -7,8°C +3,5 °C
Eistage (Max <0 Grad) 10 -5 Tage
Frosttage (Min < 0 Grad 18 -6 Tage
Niederschlag 116 mm + 2 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 10 -4 Tage
Sonnenstunden 48 Stunden -34 %
Tage ohne Sonne 11 Tag
Höchste Windböe 112 km/h -
Maximale Schneehöhe 50 cm - 17 cm
Tage mit mehr als 1 cm Schnee 24 - 2 Tage