Die Bilder des Monats

Trocken-kalter Jahresstart

Die Neujahrsnacht bei Fredeburg, 01.01. (Quelle: Sauerland-Bilder)

Gute Wintersportbedingungen

Im Langlaufzentrum Westfeld (14.01., Quelle: Sauerland-Bilder)

Verschneiter Rothaarkamm

Blick auf Lenneplätze, 16.01. 

Auch in tieferen Lagen winterlich

Bei Finnentrop, 19.01. (Bild: Benedikt Selter)

Viele Sonnentage

Bei Winterberg-Neuastenberg, 20.01.

Januar 2017


Der erste Monat des Jahres 2017 machte Winterfreunden viel Freude. Über weite Strecken war er bis in die Täler von Dauerfrost geprägt. Dazu gab es zur Monatsmitte heftige Schneefälle und nachfolgend tauchte die Sonne die prächtige Landschaft noch ins rechte Licht.

Temperatur

Abb. 1: Die Tagestiefsttemperaturen an den Wetterstationen Hunau (blau) und Erndtebrück (Wittgenstein, orange). An der Talstation sank das Quecksilber häufig unter die -15, teils sogar unter die -20 Grad-Marke.

Der letzte Januarmonat mit einer negativen Temperaturabweichung auf dem Kahlen Asten war der des Jahres 2010. Dieser Monat war sogar um ganze 3 Grad zu kalt. Daran konnte der gerade zu Ende gegangene Januar 2010 nicht ganz heran reichen. Eine Durchschnittstemperatur von -3,9  bedeutete aber trotzdem ein Wärmedefizit von rund 1 Grad. Die mildesten Temperaturen wurden am 27. Januar und 28. Januar mit jeweils rund 6 Grad erreicht. Da dies allerdings mit sehr trockener Luft einherging blieben auch diese Tage insgesamt winterlich.

So richtig Eindruck in Sachen Temperatur machte dieser Monat aber vor allem in den Tälern unserer Region. So sank das Quecksilber z.B. in Medebach an mehr als der Hälfte aller Tage, genau gesagt 16mal, unter die -10 Grad-Marke. Auch im westlichen Sauerland konnten viele sehr kalte Nächte beobachtet werden und in Eslohe-Reiste kratzte das Thermometer zeitweise an der -20 Grad-Marke. Somit froren viele Seen ganz oder teilweise zu und auch einige Flüsse waren mit einer Eisschicht bedeckt. Die absolut tiefste Temperatur des Sauerlandes wurde nahe der Ruhrquelle mit -21,5 Grad am 06. Januar erreicht. Seit Messbeginn im April 2012 war es hier erst zweimal, am 15. März 2013 und am 19. Januar 2016 noch einige Zehntelgrad kälter. 

 

Niederschlag/Schnee

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Winterberg-Neuastenberg (blau) und Bestwig-Wasserfall (rot). Zwischen dem 12. und 14. des Monats schneite es teils sehr heftig. Ansonsten blieben die Niederschläge gering.

Neben der Eisschicht war der weiterhin sehr niedrige Wasserstand der heimischen Seen ebenfalls ein Merkmal dieses Monats. Der Grund hierfür war neben der Kälte natürlich die weiterhin zu geringen Niederschlagsmengen. Bereits die gesamte zweite Jahreshälfte 2016 war durch deutlich zu geringe Regen- und Schneemengen geprägt. Auch im Januar überstiegen die  Mengen nur selten mal 50 % der normalerweise üblichen Werte. Knapp 90 Liter pro Quadratmeter auf dem Kahlen Asten, die übrigens zu fast 100 % als Schnee fielen, stellten den Sauerländer Höchstwert dar. In den Tallagen waren es meist zwischen 50 und 70 Litern. Dabei blieb es in der zweiten Monatshälfte bei Dauerfrost fast trocken, die niederschlagsreichsten Tage waren mit Abstand der 13. und 14. Januar, dem Zeitpunkt der kräftigen Schneefälle.

Schnee war in diesem Monat neben der Kälte das bestimmende Thema bei unserem Wetter. Nur der Neujahrstag verlief noch schneefrei, anschließend stieg die Schneedecke bis zum 16. Januar nahezu Tag für Tag an und erreichte mit 62 cm den Höchstwert seit Dezember 2012 (68 cm). Die Besonderheit dabei war, dass auch die Tallagen praktisch durchweg eine Schneedecke aufwiesen, die auch in einer Höhenlage von 400 m zeitweise rund 30 cm erreichte. So waren die Wintersportbedingungen bis in die tiefsten Lagen über viele Tage nahezu ideal.

 

 

Sonne

Abb, 3: Tägliche, mittlere Solarstrahlung an den Stationen Ettelsberg (blau) und Medebach (rot). Gerade in der 2. Monatshälfte bestimmte die Sonne den Sauerländer Himmel.

Das was diesen Hochwintermonat perfekt machte waren zahlreiche Tage an denen sich die Sonne blicken ließ und so die weiße Pracht noch weiter veredelte. Rund 70 Stunden zeigte sie sich auf dem Vater der Sauerländer Berge. Das sind rund 30 Stunden oder etwa 70 % mehr als in einem durchschnittlichen Januar. Ganze 10 Tage verliefen nahezu wolkenlos, ein für einen Sauerländer Januar sehr hoher Wert.

 

Wind

Abb. 4: Maximale Windgeschwindigkeiten pro Tag an den Stationen Winterberg (Blau) und Schmallenberg-Winkhausen (orange). Rund um den 13. Januar sorgten zwei kleine Sturmtiefs teils für "schneesturmähnliche" Verhältnisse.

Der Wind sorgte in diesem Monat an genau drei Tagen, nämlich vom 12. bis zum 14. Januar für Aufregung. In dieser Zeit zogen zwei intensive Schneetiefs über die Region und brachten dabei auch heftigen Wind mit Böen von 100-110 km/h, welcher für große Verwehungen von teils mehreren Metern sorgte. 

 

 

Der Januar seit 1950

Der winterlichste Januar seit dem Jahr 2010 liegt hinter dem Sauerland. Am Kahlen Asten war er rund 1 Grad zu kalt, in den Tälern lagen die Abweichungen aber teils noch deutlich höher.

Über weite Strecken des Monats herrschten, wie hier am Schmallenberger Höhenlift, auch in den kleineren Skigebieten sehr gute Bedingungen.

Der Januar auf dem Kahlen Asten

Januar Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur -3,9 °C -1,0 °C
Höchste Temperatur 6,1 °C +0,5°C
Tiefste Temperatur -12,7°C -0,3 °C
Eistage (Max <0 Grad) 22 +5 Tage
Frosttage (Min < 0 Grad 30 +2 Tage
Niederschlag 86 mm -43 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 12 - 5 Tage
Sonnenstunden 80 Stunden +90 %
Tage ohne Sonne 17 -1 Tag
Höchste Windböe 107 km/h -