Die Bilder des Monats

Nebliger Tagesstart

An der Hohen Bracht, 03.07. (Bild: Benedikt Selter)

Sommerphase beginnt

Hallenberger Felder, 04.07. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Start in einen Sommertag

Bei Finnentrop-Heggen, 18.07. (Bild: Benedikt Selter)

Das nächste Gewitter naht aber schon

Am Rothaarkamm bei Lenneplätze 

Juli 2017


Den Juli stellt man sich meist als den Hochsommermonat schlechthin vor. In diesem Jahr brachte er dem Sauerland vor allem viel Regen und weniger Sonnenschein als üblich. Die Temperaturen wichen dagegen nur leicht von den Normalwerten ab. 

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Wetterstationen Schmallenberg-Schanze (blau) und Brilon (orange). Ein ständiges Auf und ab zeichnete diesen Monat aus.

Mit durchschnittlich 14,2 Grad war dieser Monat am Kahlen Asten rund 1,5 Grad wärmer als ein normaler Juli der Periode 1961-1990 und noch 0,5 Grad wärmer als er zwischen 1981 und 2010 normal war. Damit war er trotz der leicht positiven Abweichungen der kühlste Juli seit 2011.

Wie eine Achterbahnfahrt war der erste Hochsommermonat in Sachen Temperatur und so konnten zwei warme und drei kühlere Phasen klar voneinander abgegrenzt werden. So war der 1. des Monats ein ausgesprochen frischer Tag, anschließend legten die Werte bis zum 08. Juli aber deutlich zu und in den Tälern würde die 25 Grad-Marke, gleichzeitig ein sogenannter Sommertag, mehrfach überschritten. Nach einer weiteren kühleren Periode zur Monatsmitte, in dieser wurde verbreitet die kühlste Nacht mit Werten bis zu 2 Grad an der Ruhrquelle gemessen, brachte der 19. Juli den temperaturmäßigen Höhepunkt. Bei knapp 28 Grad auf dem Kahlen Asten und bis zu 33 Grad in den Tallagen an Ruhr und Lenne lockte viel Sonnenschein in die Freibäder. Der Rest des Monats verlief dann eher grau und verhältnismäßig kühl bis höchstens mäßig warm. Erst der Monatswechsel brachte dann einen neuerlichen Aufschwung.

 

Niederschlag/Gewitter

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Winterberg-Neuastenberg (blau) und Finnentro-Heggen (orange). Wie schon im Juni regnete es im Osten des Sauerlandes deutlich mehr als im Westen.

Die Hauptrolle des Monats spielte aber eindeutig der Regen. So kamen erstmals seit einem Jahr wieder deutlich höhere Mengen zusammen, als dies nach den Mittelwerten zu erwarten gewesen wäre. In Winterberg-Neuastenberg waren es letztlich 170, in Schmallenberg-Schanze 157 und an der Hohen Bracht bei Lennestadt noch 107 Liter. Im Raum Medebach und Hallenberg, im Schutz des Rothaargebirges waren die Mengen mit 80 bis 90 Liter geringer, lagen aber auch hier etwas über den Normalwerten. Als mit Abstand regenreichster Tag ging ganz deutlich der 26. Juli in die Statistik ein. Tiefdruckgebiet „ALFRED“ brachte dem Sauerland 30 bis 50 Liter an einem Tag und rund um den Harz sogar größere Überschwemmungen.

Einige Gewittertage konnten in diesem Monat aufgrund des ständigen Luftmassenwechsels verzeichnet werden. Am heftigsten waren Blitz und Donner am Abend des 19. Julis, als mehrere ausgeprägte Gewitterfronten über das Sauerland zogen. Windböen von 60-90 km/h, Regenmengen bis 30 Liter in einer Stunde und teils großer Hagel brachten einige Schäden mit sich.

 

 

Wind

Abb. 3: Mittlere Windgeschwindigkeit im Juli an den Stationen Winterberg (blau) und Schmallenberg-Ebbinghof (rot).

Neben den Gewitterböen waren einige weitere sehr windige Tage zu beobachten. So erreichten die Luftbewegungen vor allem am 13. und am 26. Juli vor allem auf den Bergen teils sogar Sturmstärke. Sehr auffällig für diesen Monat war zudem, dass der Wind fast ausschließlich aus West, Südwest und Nordwest kam und so verdeutlichte sich der allgemeine Charakter des Monats auch hierdurch.

 

Sonne

Abb. 4: Mittlere Solarstrahlung pro Tag an den Stationen Ettelsberg (blau) und Fort Fun (Bestwig-Wasserfall, rot) Werte oberhalb von 400 Watt deuten auf einen sehr sonnigen Tag hin.

Die insgesamt recht feuchte Luftmasse vom Atlantik sorgte auch für einen schweren Stand der Sonne. Insgesamt zeigte sie sich rund um den Kahlen Asten etwa 140 Stunden lang und damit rund 25 Stunden weniger als in einem normalen Juli. Einem durchweg sonnigen Tag standen vier Tage völlig ohne Sonne gegenüber.

 

 

Der Juli seit 1950

Der Juli war wieder einmal wärmer als üblich. Trotzdem bedeuteten die 14,2 Grad am Kahlen Asten den kühlsten Wert seit 2011.

Zwar gab es in diesem Juli auch einige Sonnentage. Im Allgemeinen verdeckten aber auch häufig dichte Wolken mit Regen den Blick auf die gelbe Kugel.

Der Juli auf dem Kahlen Asten

Juli Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur + 14,2 °C + 1,5 °C
Höchste Temperatur 26.6 °C + 1,2 °C
Tiefste Temperatur 6,1 °C + 1,8 °C
Warme Tage (Max <20 Grad) 11 + 2 Tage
Sommertage (Max <25 Grad) 1 -1 Tag
Niederschlag 191 mm + 50 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 19 + 6 Tage
Sonnenstunden 145 Stunden -18 %
Tage ohne Sonne 4 + 1 Tag
Höchste Windböe 88 km/h -