Die Bilder des Monats

Einige kühle Tage zu Anfang

"Wolkenmonster" nach Regenschauer, 06.06.

Bald aber kommt der Sommer

An der Wetterstation Schanze, 21.06.

Viele Sonnentage

Früher Morgen am Bollerberg, 24.06. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Zum Monatsabschluss etwas kühler

Sonnenuntergang im Schmallenberger Sauerland (Bild: Heidi Bücker)

Juni 2017


Der erste Sommermonat brachte schon vor der Ferienzeit einen Vorgeschmack auf die wärmsten Wochen des Jahres. Sonnenscheindauer und Regenmengen hielten sich dagegen in vielen Orten der Region meist an den langjährigen Durchschnitt.

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Wetterstationen Winterberg (blau) und Finnentrop-Heggen (orange). Zum Monatsbeginn gab es einige sehr kühle Tage. Anschließend setzte sich dann aber oftmals Sommerwetter durch.

Mit einer Mitteltemperatur von 13,8 Grad war der Juni, ähnlich wie zuvor bereits der Mai etwa 3 Grad wärmer als das langjährige Mittel der Jahre 1961-1990. Noch wärmer waren seit 1950 nur 2 Junimonate, 1950 und 2003. Letzterer, der Auftakt des Hitzesommers, gelangte mit 16,5 Grad aber nochmals in ganz andere Kategorien.

Insgesamt zeigte dieser Monat viele Wechsel zwischen recht kühlen Tagen, die aber gerade in der ersten Monatshälfte nicht ungewöhnlich sind, und sehr sommerlichen Abschnitten. Die kühlsten Werte wurden auf den Bergen allgemein am 06. und 07. des Monats registriert. Nicht mal 10 Grad zeigte das Quecksilber selbst am Nachmittag in 800 m Höhe an, in der Früh waren es nur wenig mehr als 4 Grad. In den Tälern gehörte die Nacht zum 14. zu den negativen Spitzenreitern, denn an diesem Morgen waren es nahe der Ruhrquelle nur wenig mehr als 0 Grad und am Boden gab es leichten Frost. 

Viele warme Tage hatte dieser Juni vor allem um die Monatsmitte herum zu bieten. Besonders die Periode vom 18. bis zum 22. brachte hochsommerliche Witterung und am letzten Tag dieser Phase zeigte das Quecksilber in den Tälern der Region knapp über 30 Grad (Finnentrop-Heggen 33,6 / Diemelsee 33,8 Grad). Selbst der Kahle Asten brachte es auf schweißtreibende 28 Grad. Insgesamt konnten hier acht Tage mit mehr als 20 Grad gemessen werden, normal sind für einen Juni nur sechs solcher Tage.

Niederschlag/Gewitter

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Willingen (blau) und Olpe-Fahlenscheid (orange). Im westlichen Sauerland waren die Regenmengen zu gering, in Willingen dagegen aufgrund zweier starker Ereignisse etwas übernormal.

Die Niederschläge waren in diesem Monat sehr ungleichmäßig verteilt. Besonders das lange Pfingstwochenende ganz zu Anfang des Monats brachte zumindest in einigen Teilen des Sauerlandes kräftige Regenfälle. So kamen rund um Winterberg bei kräftigen Schauern und Gewittern meist zwischen 50 bis 75 Litern in nur drei Tagen zusammen. Anschließend folgten dann aber fast drei Wochen fast ohne Regenfälle. Die mit Abstand geringsten Niederschläge des Sauerlandes erhielt in diesem Monat der Raum Hallenberg. Während es auf dem Kahlen Asten 120 Liter, Willingen sogar knapp 130 Liter auf jeden Quadratmeter waren zeigte der Regenmesser hier nur zwischen 20 und 40 Litern.

In Sachen Gewitter war es neben dem Pfingstwochenende vor allem der 22. Juni, der mit Abstand wärmste Tag des Monats, welcher in weiten Teilen der Region für ein Blitz- und Donnerspektakel sorgte. Größere Schäden entstanden dabei aber nicht.

 

 

 

Sonne

Abb. 3: Maximale Windböen pro Tag an den Stationen Ettelsberg (blau) und Diemelsee (orange). Windig war der Monatsstart und der 22. Juni (Gewitterböen).

Auch beim Wind fiel der Abend des 22. mit kräftigen Böen von teils mehr als 60 km/h auf. Ansonsten waren es besonders die kühlen Tagen um den 06. Juni, die doch für ein sehr kräftiges Lüftchen sorgten. Der Kahle Asten erreichte an diesem Tag 75 km/h, in den etwas tiefer gelegenen Orten waren es meist um 50 km/h. Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug z.B. in Medebach 4,2 km/h (Mai: 3,6 km/h).

 

Wind

Abb. 4: Mittlere Solarstrahlung pro Tag an den Stationen Medebach (blau) und Olsberg-Bruchhausen (orange). Werte oberhalb von 400 Watt deuten auf einen sehr sonnigen Tag hin.

Die Sonne hatte in diesem Juni ihren starken und ihre schwachen Tage. So erreichten auf dem Kahlen Asten immerhin sechs Tage mehr als 10 Stunden Sonne. Dagegen gab es aber auch eine ganze Reihe an Tagen mit grauem Himmel und so kamen zum Monatsschluss 164 Stunden zusammen und damit fast genau das was wir erwarten durften.

 

 

Der Juni seit 1950

Nur der Juni 1950 und der von 2003 waren in den letzten 67 Jahren am Kahlen Asten noch wärmer als der diesjährige.

Da sich die kräftigen Regenfälle auf wenige Tage beschränkten gab es viele Möglichkeiten für lange Wanderungen in der Sauerländer Natur.

Der Juni auf dem Kahlen Asten

Juni Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur + 13,8 °C + 2,9 °C
Höchste Temperatur 27,7 °C + 3,7 °C
Tiefste Temperatur -4,4 °C + 2,3 °C
Warme Tage (Max <20 Grad) 8 + 2 Tage
Sommertage (Max <25 Grad) 1 +- 0 Tage
Niederschlag 122 mm - 1 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 14 + 3 Tage
Sonnenstunden 167 Stunden + 2 %
Tage ohne Sonne 0 - 3 Tage
Höchste Windböe 75 km/h -