Die Bilder des Monats

Ein toller Monatsstart

Nebelmeer über dem Rothaarkamm, 01.10. 

Bald wird es aber wieder grauer

Blick vom Kahlen Asten, 03.10. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Goldener Herbst zur Monatsmitte

Blick vom Bollerberg, 15.10. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Flug über das herbstliche Sauerland

Am Hennesee, 27.10. (Bild: Daniel Hilbich)

Die Zugvögel auf dem Weg nach Süden

Sauerland, 29.10. 

Oktober 2017


In einem typischen Oktober kann man im Sauerland durchaus mal mit richtigen Frösten und auch einer Schneedecke rechnen. In diesem Jahr bliebt es allerdings recht mild. Bei etwas zu hohen Regenmengen zeigte sich die Sonne den fünften Monat in Folge weniger als üblich. 

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Wetterstationen Winterberg (blau) und Medebach (orange). Besonders um den 16. herum war es nochmals sehr warm.

Mit einem Monatsmittel von 8,0 Grad auf dem Kahlen Asten war dieser Oktober rund 1,7 Grad milder als ein durchschnittlicher Vertreter seiner Art in der Periode 1961-1990. Damit war er auch nur etwa ein Grad kühler als der September. 

Der Oktober lässt sich sehr gut in drei Abschnitte unterteilen. Die ersten zehn Tage waren dabei, abgesehen vom Monatsersten, wechselhaft, nass, windig und eher kühl. In dieser Periode erreichten die Temperaturen auf den Bergen nur ganz kurz mal die 10 Grad-Marke, meist schwankten sie hier zwischen 6 und 9 Grad, in den Tälern waren 15 Grad meist das Ende der Fahnenstange. Ab dem 11. änderte sich dann die Wetterlage deutlich und ein sehr mildes Lüftchen aus Südwest wehte den Sauerländern für einige Tage um die Nase. Der absolute Spitzentag war dabei der 16. Oktober mit 21,1 Grad auf dem Kahlen Asten. Noch nie war es hier seit 1955 so spät im Jahr so warm.  Im nördlichen Sauerland, so z.B. im Ruhrtal zwischen Meschede und Arnsberg erreicht das Quecksilber sogar bis zu 24 Grad. 

Zum Monatsende gingen die Temperaturen dann wieder zurück, wenn auch der Gefrierpunkt nirgends im Sauerland unterschritten wurde. Der Tiefstwert lag an der Ruhrquellenhütte bei 0,4 Grad, auch das kalte Gelängebachtal bei Medebach erreichte nie weniger als 2 Grad. Am Kahlen Asten wurde am vorletzten Tag 1 Grad als Tiefstwert gemessen. 

 

 

Niederschlag

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Schmallenberg-Westfeld (blau) und Eslohe-Reiste (orange). Besonders in den ersten Monatstagen regnete es teils kräftig.

In Punkto Regen waren die Unterschiede zwischen den Bergen und Tälern sehr groß. Während der Kahle Asten rund 160 Liter pro Quadratmeter erreichte und damit das Monatssoll um etwa 30 Liter überschritt fiel in Medebach nur wenig mehr als ein Drittel dieser Menge. Westliche bis Südwestliche Winde stauten sich am Rothaargebirge, regneten hier ab und ließen der Medebacher Bucht im Windschatten nur wenig übrig. Die regenreichsten Tage lagen dabei am Anfang des Monats, in Langewiese fielen am 05. Oktober z.B. 20 Liter auf jeden Quadratmeter.

 

 

Wind

Abb. 3: Maximale tägliche Windgeschwindigkeiten an den Stationen Ettelsberg (blau) und Züschen (orange). "HERWART" sorgte am 29. für einie Waldschäden im Sauerland.

Der Wind orientierte sich an der Tiefdrucktätigkeit und war zum Monatsstart sehr lebhaft, er legte in der milden Phase rund um den 15. eine deutliche Pause ein und drehte dann wieder auf. Herausragende Ereignisse waren der 05. Oktober mit Sturm „XAVIER“ und Windspitzen zwischen 70 und 90 km/h auf den Bergen sowie die Nacht der Zeitumstellung vom 28. auf den 29. Oktober als „HERWART“ auf dem Kahlen Asten Böen bis zu 115 km/h brachte. Auch der Ettelsberg bei Willingen erreicht mit 106 km/h eine Spitzengeschwindigkeit.

 

Sonne

Abb. 4: Mittlere Solarstrahlung pro Tag an den Stationen Olsberg-Burchhausen (blau) und Medebach (rot). Der erste Tag des Monats und die Monatsmitte machte in Sachen Sonne von sich reden.

60 Stunden zeigte sich die Sonne in diesem Monat auf dem Vater der Sauerländer Berge, normal wären rund 100 Stunden gewesen. Besonders interessant war aber die Verteilung dieser Sonnenscheinausbeute. 46 der 60 Stunden kamen zwischen dem 12. und 19. zusammen. Abgesehen vom Monatsersten, der auch noch recht nett verlief, blieb die Wolkendecke ansonsten fast durchweg dicht. 

 

Der Oktober seit 1950

Der Oktober 2017 gehörte eher zu den wärmeren Vertretern seiner Art. Die mildesten Oktobermonate der letzten 60 Jahren waren aber noch rund 2 Grad milder.

Zwei ausgewachsene Herbststürme zogen im Oktober über das Sauerland hinweg. Am heftigsten war "HERWART" kurz vor Monatsende. Das Bild entstand nahe der Ruhrquelle bei Winterberg (Quelle: Benedikt Selter)

Der Oktober auf dem Kahlen Asten

Oktober Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur + 8,0°C + 1,7 °C
Höchste Temperatur 21,1 °C + 3,5 °C
Tiefste Temperatur 0,6 °C + 2,4 °C
Warme Tage (Max <20 Grad) 1 + 1Tage
Frosttage (Min > 0 Grad) 0 -4 Tage
Niederschlag 160 mm + 44 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 21 + 8 Tage
Sonnenstunden 59 Stunden - 44 %
Tage ohne Sonne 11 + 2 Tage
Höchste Windböe 115 km/h -