Die Bilder des Monats

Der Monat beginnt recht freundlich

Hohe Bracht, 03.09. (Bild: Benedikt Selter)

Sturm "SEBASTIAN" zieht durch

Sauerland, 13.09.

Auf Regen folgt Sonnenschein

Finnentrop-Heggen, 16.09. (Bild: Benedikt Selter)

Sonnenaufgang im östlichen Sauerland

Blick vom Bollerberg ins Hessenland, 18.09. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Rasch färbt sich das Laub

Skigebiet Postwiese , 24.09.

September 2017


Vor einem Jahr stand der September den Hochsommermonaten Juli und August in Wärme und Sonnenstunden in kaum etwas nach. Diesmal brachte er mit Regen und Wind den Herbst ins Sauerland. Zudem war seit 2001 kein September mehr so sonnenscheinarm. 

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Wetterstationen Graf-Stolberg-Hütte (blau) und Finnentrop-Heggen (orange). Spätsommerlich war das Temperaturniveau kaum noch.

Mit einem Monatsmittel von 9,4 Grad auf dem Kahlen Asten war dieser September rund ein halbes Grad kühler als im langjährigen Mittel üblich und sogar fast fünf Grad frischer als der hochsommerliche September 2016. 

Pünktlich zum Monatswechsel wehte Nordseeluft in die Region und beendete den Sommer der letzten Augusttage recht abrupt. Trotzdem blieb der Monatsanfang, genauer der 05. des Monats der mildeste Tag des Septembers. Die Hochlagen erreichten rund 18 Grad, in den Tälern sogar 22 bis 23 Grad. Anschließend zeigte der Trend bis zum 20. September fast nur noch bergab und in den Nächten zum 17. und 18. September lagen die tiefsten Temperaturen in den Tälern des Rothaargebirges nur noch knapp oberhalb des Gefrierpunktes. Die Ruhrquellenhütte als meist kältester Punkt in sternenklaren und windstillen Nächten erreichte sogar Frost in 2 m Höhe (-1,7°C). Auch wenn man es kaum als Altweibersommer bezeichnen konnte, das Monatsende brachte dann nochmals eine Erinnerung an die warme Jahreszeit, denn immerhin waren es am 29. zwischen 17 und 21 Grad.

 

 

Niederschlag/Gewitter

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Ettelsberg (blau) und Schmallenberg-Westfeld (orange). In der ersten Monatshälfte regnete es häufig, dann nur noch wenig.

Nachdem bereits der Sommer recht nass verlief knüpfte die erste Hälfte des Septembers fast nahtlos daran an. So kamen rund um den Kahlen Asten bereits bis zu diesem Zeitpunkt knapp 100 Liter pro Quadratmeter und damit der Mittelwert für den gesamten Monat zusammen. Der regenreichste Tag war dabei der 09. September. In der zweiten Hälfte des Monats waren dann, abgesehen vom letzten Tag, nur noch einige kurze Schauer unterwegs und so kamen zu den Mengen der Monatsmitte nur noch wenige Liter hinzu. Insgesamt waren es mit 145 Liter in Olpe-Fahlenscheid  131 Liter auf dem Kahlen Asten, 85 Liter in Winterberg, 77 Liter in Finnentrop-Heggen und 61 Liter in Medebach noch rund 10-20 % mehr als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre.

 

 

Wind

Abb. 3: Maximale tägliche Windgeschwindigkeiten an den Stationen Hohe Bracht (blau) und Olsberg-Bruchhausen (orange). Sturm "SEBASTIAN" brachte eine Böe von mehr als 100 km/h.

Wie beim Regen lässt sich der Monat auch in Sachen Wind ganz deutlich in zwei Hälften teilen. Zunächst zogen zahlreiche Tiefdruckgebiete über die Region hinweg und diese brachten für Anfang September ungewöhnlich kräftige Böen mit. Höhepunkt war dabei der Sturm „SEBASTIAN“ am 13. und 14. September. Der Kahle Asten erreichte an diesem Tag knapp 100 km/h (Windstärke 10), die Hohe Bracht bei Lennestadt sogar 102 km/h und zahlreiche Bäume fielen dem Sturm, vor allem aufgrund der noch starken Belaubung, zum Opfer. In Brilon kam in Folge dessen sogar ein Mensch ums Leben.

 

Sonne

Abb. 4: Mittlere Solarstrahlung pro Tag an den Stationen Winterberg (blau) und Medebach (rot). So richtig sonnig war in diesem Monat kaum ein Tag.

Aufgrund der starken Tiefdrucktätigkeit vor allem in der ersten Monatshälfte kam die Sonne nicht so lange wie üblich zum Zuge und musste der dritte Monat in Folge mit einer unterdurchschnittlichen Sonnenscheindauer bilanziert werden. Schaut man sich die Bilanz im Detail an gab es keinen einzigen Tag mit mehr als 8 Stunden Sonne und insgesamt nur 67 Stunden. Seit 1955 waren lediglich vier Septembermonate noch sonnenscheinärmer.

 

Der September seit 1950

Nach einem rekordwarmen September 2016 war dieser wieder deutlich kühler. In den letzten Jahren war hier ein extremes "Hin und Her" zu beobachten.

Das letzte Monatsdrittel brachte noch einen versöhnlichen Abschluss eines sonst eher wechselhaften Sommers. So konnte der Vollmond störungsfrei beobachtet werden. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Die erste Monatshälfte verlief ungewöhnlich windig. Der 13. September bildete mit Sturm "SEBASTIAN" den Höhepunkt.

Der September auf dem Kahlen Asten

September Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur + 9,4°C -0,5 °C
Höchste Temperatur 17,7 °C - 3,2 °C
Tiefste Temperatur 4,3 °C +1,9 °C
Warme Tage (Max <20 Grad) 0 - 2 Tage
Sommertage (Max <25 Grad) 0 +-0 Tage
Niederschlag 131 mm + 23 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 17 + 5 Tage
Sonnenstunden 67 Stunden - 48 %
Tage ohne Sonne 3 - 1 Tag
Höchste Windböe 98 km/h -