Die Bilder des Monats

Große Trockenheit

Nahe des Biggesees, 02.08., Bild: Benedikt Selber

Nach heißen Tagen zieht ein Gewitter auf

Winterberg-Langewiese, 08.08. (Bild: Sauerlandcamera)

Beeindruckende Wolkengebilde

In der Soester Börde, 09.08., Bild: Benedikt Selter

Schnell kam die Sonne zurück

Blick vom Bollerberg in die Medebacher Bucht, 11.08. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Erst zum Monatsende etwas mehr Wolken

Blick über Winterberg, 25.08. (Bild: Gerhard Kobbeloer)

August 2018


Die stabile Hochdruckwetterlage, die mit Ausnahme des Januars alle Monate des Jahres 2018 prägte setzte sich auch im August weiter fort. So schloss der Sommer (Juni bis August) als zweitwärmster überhaupt (nach 2003) ab und die Periode April bis August als mit Abstand wärmste Phase seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Wetterstationen Langewiese (blau) und Dillingen (orange). Besonders zum Monatsstart war es sehr heiß, anschließend lies die Hitze etwas nach.

Mit einer mittleren Temperatur von 16,2 Grad an der Wetterstation Kahler Asten war der August 3,5 Grad wärmer als das langjährige Mittel der Jahre 1961-1990. Nur der August 2003 erreichte seit 1955 einen noch höheren Wert. Damals wurden im Durchschnitt 17,2 Grad erreicht. 

Nach einem sehr heißen Juliendspurt begann auch der August hochsommerlich. Vom 01.-09. des Monats wurde in den Tälern der Region fünf- bis achtmal die 30 Grad-Marke überschritten, in Winterberg war dies noch zweimal der Fall und selbst auf dem Kahlen Asten stand am 07. August mit einem Wert von 30,4 Grad erstmals seit 2015 wieder eine „3“ ganz vorne. Dieser Tag war dann auch im ganzen Sauerland der Spitzenreiter des Monats und des gesamten Sommers. In den Tallagen des Sauerlandes konnten verbreitet um 35 Grad gemessen werden, teils gab es sogar noch etwas höhere Werte. Auch rund um die Monatsmitte und in der letzten Woche gab es noch heiße Tage. Diese wurden dann aber immer wieder auch von kühleren Phasen abgelöst.

Erstmals richtig durchlüften konnte man nach der Passage einer Kaltfront am 10. und 11. August. Der kühlste Tag des Monats war verbreitet der 25. August, denn auf den Bergen wurde noch so gerade die 10-Grad-Marke erreicht, in den Tälern war 15 Grad das Ende der Fahnenstange. Die frischeste Nacht konnte sodann auch direkt im Anschluss am 26. August verzeichnet werden. In den Winterberger Höhendörfern und rund um Willingen schwankte das Thermometer um die 5 Grad-Marke, in Medebach waren es nur 1,6 Grad, in Eslohe-Reiste rund 2 Grad inkl. leichtem Frost in Bodennähe. 

 

 

Niederschlag/Gewitter

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Neuastenberg (blau) und Diemelsee (rot). Am 08. August zog ein kräftiges Gewitter besonders über den Raum Winterberg hinweg. Danach war es fast wieder durchweg trocken.

 

 

Neben den hohen Temperaturen war es wieder einmal das Thema Trockenheit, welches die Nachrichten rund um das Wetter bestimmte. Nach bereits sechs Monaten in Folge mit deutlich zu geringen Niederschlägen erreichte auch der August bei weitem nicht sein Soll. Normal wären auf dem Kahlen Asten etwas über 100 Liter gewesen, in Medebach und Hallenberg rund 60 bis 70 Liter. Tatsächlich landeten bis zum Monatsende auf dem Vater der Sauerländer Berge nur 67 Liter, an der Skihütte Pastorenwiese oberhalb von Hallenberg 38 und in Medebach gerade einmal 19 Liter in den Messbechern. Besonders das nordöstliche Sauerland, zwischen Willingen, Brilon und Marsberg bliebt besonders trocken. Der größte Teil der gemessenen Mengen fiel im Zuge einer Gewitterlage am 08. und 09. des Monates, auf dem Kahlen Asten beispielsweise 30 Liter in nur einer Stunde. Dieser Starkregen floss meist oberflächlich ab und die Natur hatte insgesamt nur wenig davon.

 

Sonne

Abb. 3: Mittlere Solarstrahlung (in Watt/Quadratmeter) je Tag an den Stationen Höhn im Westerwald und Medebach. Erneut erlebten wir viele sonnige Tage, nur wenige blieben grau.

Aufgrund der vorherrschenden Hochdruckwetterlage zeigte sich die Sonne in diesem Monat mal wieder länger als üblich. 208 Stunden bedeuteten etwas mehr als 20 % mehr als im langjährigen Schnitt. Da sich allerdings auch einige trübe Tage dazwischen mischten konnte der Wert aus dem Juli (284 Stunden) nicht erreicht werden. Die letzten fünf Monate erreichten insgesamt 1125 Stunden Sonnenschein und damit Platz 2 in der Rangliste seit 1955. Nur 1959 war noch um 10 Stunden sonnenscheinreicher.

 

 

Wind

Abb. 4: Maximale Windgeschwindigkeiten pro Tag an den Stationen Winterberg (blau) und Schellenberg-Oberkirchen (orange). Der 09. August brachte teils heftige Böen, sonst bewegte sich oftmals kaum ein Lüftchen.

Aufgrund der Sommerwetterlagen brachte auch der August in Sachen Wind nicht allzuviel zustande. Langewiese verzeichnete beispielsweise eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 6,7 km/h, an der Pastorenwiese waren es 5,2 km/h. Eine Ausnahme machte dabei allerdings der Nachmittag des 09. August. Eine durchziehende Kaltfront brachte für knapp eine Stunde heftige Gewitterböen, welche am Kahlen Asten 103 km/h erreichten. Die Folge waren einige umgeknickte Bäume mit nachfolgenden Einsätzen der Feuerwehr.

 

Der August seit 1950

Der August setzte die reihe sehr warmer Monate im Jahr 2018 fort. Nur 2003 war bisher wärmer als dieser August.

Trotz der Dürre präsentierte sich dieser Vogelbeerstrauch in voller Ausprägung (Bild: Gerhard Kobbeloer)

Der August auf dem Kahlen Asten

August Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 16,2 °C +3,5 °C
Höchste Temperatur 30,4 °C +5,0 °C
Tiefste Temperatur 4,7°C -0,2 °C
Warme Tage (Max > 20 Grad) 18 + 9 Tage
Sommertage (Max > 25 Grad) 7 + 6 Tage
Niederschlag 67 mm - 36%
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 9 - 4 Tage
Sonnenstunden 208 Stunden + 26 %
Tage ohne Sonne 0 -2 Tage
Höchste Windböe 103 km/h -