Die Bilder des Monats

Kalter Februar von Anfang bis Ende

Am Kahlen Asten, 06.02. (Bild: Heidi Bücker) 

Weiße Traumlandschaften

Am Sahnehang, 10.02. (Bild: Heidi Bücker)

Ideale Langlaufbedingungen

Im Langlaufzentrum Westfeld, 14.02.

Selbst in tieferen Lagen geschlossene Schneedecke

Bei Medebach-Düdinghausen, 23.02.

Februar 2018


Vergleicht man die Entwicklung der beiden Hochwintermonate miteinander so folgt auf einen kalten Januar oft ein winterlicher Februar. War der erste Monat des Jahres mild, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Februar in eine ähnliche Kerbe schlägt. In diesem Jahr allerdings war alles anders. Sehr kalt, sonnig und trocken. 

Temperatur

Abb. 1: Die Tagestiefsttemperaturen an den Wetterstationen Willingen (blau) und Schmallenberg-Grafschaft (orange). Die Nächte blieben durchweg frostig, teils sogar im zweistelligen Bereich.

Bei einer mittleren Temperatur von -5,8 Grad war der Februar auf dem Kahlen Asten mehr als 3 Grad kälter als das langjährige Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Er glich damit ziemlich genau die positive Abweichung des Januars aus. Damit war dies zudem der kälteste Februar seit 1986. Dieser spielte mit einer Mitteltemperatur von -10 Grad aber in einer „ganz anderen Liga“.

Genau in der Nacht vom 31. Januar auf den 01. Februar ereignete sich der Übergang von der feucht-milden Witterung des Jahresanfangs zum trocken-kalten Wetter, welches den vergangenen Monat prägte. Anschließend erreicht das Thermometer auf den Höhen des Sauerlandes so grade noch die 0 Grad-Marke (Höchstwert Kahler Asten 0,2 Grad am 15.). Ansonsten hielt sich der Dauerfrost hartnäckig. Auch in den Tälern  waren die maximalen Temperaturen mit 3 bis 4 Grad sehr bescheiden. 

Die Nächte lagen über den gesamten Monat im Frostbereich. Besonders kalt wurde es rund um Weiberfastnacht (08. Februar) mit bis zu -17 Grad in Medebach und dann wieder zum Monatsende. In den Nächten zum 24. bis zum 28. Februar sanken die Temperaturen überall auf Werte um oder unter -10 Grad. Den Spitzenwert erzielte zum Monatsende der Kahle Asten mit -16 Grad am 27. Februar. Selbst am Tag erreichte der Kahle Asten am 28. nur rund -13 Grad und markierte damit eines der kältesten Februarende seit Aufzeichnungsbeginn.

 

Niederschlag/Schnee

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Winterberg-Neuastenberg (blau) und Brilon (rot). Nur an wenigen Tagen waren nennenswerte Mengen zu beobachten.

Während Dezember und Januar sehr nass, teils auch schneereich verliefen war der Februar erstmals seit dem Frühjahr 2017 wieder ein deutlich zu trockener Monat. Meist kamen rund in den Sauerländer Orten nur rund 20 bis maximal 30 mm zusammen. Dies ist nur ein Drittel der normal üblichen Werte. Am meisten schneite es noch am Rosenmontag sowie am Tag nach Aschermittwoch mit jeweils rund 5 mm in die Messbecher.

Auf den Bergen lag den gesamten Monat über Schnee. Anfangs waren dies nur wenige Zentimeter. Bis zum Rosenmontag wuchs die Schneedecke auf dem bis auf 24 cm. Diese Höhe hielt sich fast ohne Verluste bis zum Monatsende. Auch in den Tälern der Region waren die Karnevalstage von Schnee geprägt und so mancher Umzug erlebte eine weiße Überraschung. Durch die kräftigere Februarsonne bekam die Schneedecke hier zum Monatsende trotz kalter Temperaturen aber immer mehr Lücken.

 

 

Sonne

Abb, 3: Tägliche, mittlere Solarstrahlung an den Stationen Medebach (blau) und Schmallenberg-Ebbinghof (rot). Viele freundliche Tage gab es vor allem in der zweiten Monatshälfte.

Apropos Sonne: Zur Freude des gesamten Sauerlandes präsentierte sich der Februar in dieser Hinsicht ganz anders wie seine beiden Vorgängermonate. Rund 100 Stunden zeigte sich die gelbe Kugel, ein fast schon unglaublicher Wert beim Vergleich mit den 10 Stunden, die Dezember und Januar zusammen in die Statistik einbrachten. Besonders in der zweiten Monatshälfte präsentierte sich unsere Landschaft an etlichen Tagen von der besten Seite.

 

Wind

Abb. 4: Maximale Windgeschwindigkeiten pro Tag an den Stationen Winterberg-Langewiese (Blau) und Diemelsee (orange). Zunächst gab es nur wenig Wind, gegen Monatsende wehte dann häufig eisig kalter Ostwind.

Auch das Thema Wind hatte im Februar ganz andere Vorzeichen als der bisherige Winter. Zum einen gab es keinen Sturm mehr – die Spitzenwerte lagen meist nur zwischen 60 und 80 km/h und zum anderen kam der Wind mal wieder für längere Zeit aus Osten. Zum Monatsende drehte er sogar für eine Woche aus Nordost. Die ohnehin schon tiefen Temperaturen fühlten sich damit noch eine ganze Ecke frischer an.

 

 

Der Februar seit 1950

Der diesjährige Februar war der kälteste seiner Art seit 1986. Mit -10 Grad Mitteltemperatur war dieser Vertreter aber von einem ganz anderen Schlag.

Der Dauerfrost sorgte vor allem in der zweiten Februarhälfte für ordentlich Eis an Flüssen, Bächen und Brunnen. Das Bild zeigt den Dorfbrunnen in Grafschaft (Bild: Heidi Bücker)

Der Februar auf dem Kahlen Asten

Februar Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur -5,8 °C -3,3 °C
Höchste Temperatur 0,2 °C -6,3 °C
Tiefste Temperatur -15,9°C -2,6 °C
Eistage (Max <0 Grad) 26 + 11 Tage
Frosttage (Min < 0 Grad 28 + 4 Tage
Niederschlag 25 mm -78 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 7 - 7 Tage
Sonnenstunden 103 Stunden + 41 %
Tage ohne Sonne 7 -5 Tage
Höchste Windböe 72 km/h -
Max. Schneehöhe 23 cm (26.)
Tage > 1/20 cm 28/16