Die Bilder des Monats

Der Monat startet mit schülwarmem Wetter

Blick auf Medebach, 05.06.

Zur Monatsmitte wurde es etwas frischer

Die Sonne tat sich schwer

Bald ging es wieder aufwärts

Sommerliche Hochheide, Winterberg-Niedersfeld, 30.06.

Der Wind war meist nur schwach

Ein laues Lüftchen über dem Rothaarkamm

Juni 2018


Der erste meteorologische Sommermonat brachte dem Sauerland mit einigen Abstrichen eine Fortsetzung der bereits frühsommerlich ausgefallenen Vormonate April und Mai. Die ersten Tage verliefen dabei unangenehm schwül, später wurde die Luft trockener.  

Temperatur

Abb. 1: Die Tageshöchsttemperaturen an den Wetterstationen Olpe-Fahlenscheid (blau) und Lennestadt (orange). Wirklich kühle Tage gab es nur rund um den 22. Juni, ansonsten war es meist warm, jedoch nicht heiß.

Mit einer mittleren Temperatur von 13,5 Grad auf dem Kahlen Asten war der Juni erneut deutlich, genauer 2,6 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1961-1990. Damit blieb er allerdings geringfügig hinter dem sommerlichen Juni 2017 zurück. In Winterberg waren es im Durchschnitt 14,8 Grad, in Brilon 16,4 und in Lennestadt 17,3 Grad.

Der Monat begann mit einer Reihe sehr schwüler Tage. Während sich die Werte in der Nacht oft nicht unter 15 Grad abkühlten waren es am Nachmittag meist zwischen 22 Grad in höchsten Lagen und rund 28 Grad im Ruhr- und Lennetal. In dieser Zeit wurden auch die höchsten Temperaturen des gesamten Monats erreicht. So waren es der 07. und der 09. Juni, die sich um diese Würde stritten. In Menden waren es z.B. 30,8 bzw. 29,8 Grad, in Medebach zeigte das Quecksilber 28,3 bzw. 28,4 Grad und in Winterberg waren es maximal 24,9 Grad. Trotz des sommerliches Eindruckes der vergangenen drei Monat gab es damit ganz oben im Sauerland noch keinen klassischen Sommertag, welcher bei einer Temperatur von 25 Grad beginnt.

Nach dem warmen Monatsstart gingen die Temperaturen rund um die Monatsmitte etwas zurück. Eine richtige Schafskälte, die oft um diese Jahreszeit auftritt, gab es aber nicht. Einzig die Tage rund um den 22. Juni verliefen sehr frisch und so erreichte der Kahle Asten an diesem Tag nur eine Höchsttemperatur von rund 8 Grad, in der Nacht kühlte es sich auf 4 Grad ab. Die kälteste Temperatur des Monats wurde allerdings am Morgen des 14. Junis erreicht. Winterliche -1,8 Grad zeigte das Thermometer am „Kältehotspot“ des oberen Sauerlandes, dem obersten Teil des Ruhrtals nahe der Ruhrquellenhütte, an. In Schmallenberg-Westfeld war es mit 1,1 Grad auch nicht gerade warm. Zum Monatsende erholten sich die Temperaturen bei viel Sonnenschein aber wieder deutlich. 

 

Niederschlag/Gewitter

Abb. 2: Niederschlagsmengen an den Stationen Olsberg-Bruchhausen (blau) und Menden (rot). Zum Monatsstart kamen noch einige kräftige Gewittergüsse vom Himmel, anschließend blieb es oft trocken.

Bemerkenswert war erneut, dass der Monat wie bereits seine Vorgänger seit Februar deutlich zu trocken ausfiel. Normal sind auf dem Kahlen Asten im Juni 120 Liter auf jeden Quadratmeter, in diesem Jahr waren es gerade einmal 40 Liter. Noch trockener war es beispielsweise in Menden mit nur 25 Litern oder in Eslohe-Reiste mit 38 mm, im sonst niederschlagsarmen Medebach kamen dagegen immerhin 61 Liter zusammen. Diese Verteilung ist ein typisches Merkmal von Sommermonaten, wenn sich örtlich sehr begrenz heftige Gewitter bilden können und es nur wenige Kilometer weiter keinen Regen gibt. 

Gewitter traten in diesem Monat besonders im ersten Drittel fast täglich auf, teils mit vielen Blitzen und Hagel. Besonders das zweite Juni-Wochenende machte sich hier bemerkbar. Anschließend wurde die Luft stabiler und trockener und damit blieb es im weitern Verlauf gewitterfrei. 

 

 

Wind

Abb. 3: Mittlere Windgeschwindigkeiten pro Tag an den Stationen Pastorenwiese (Blau) und Finnentrop-Heggen (orange). Nur am Sommeranfang (21. Juli) wehte der Wind etwas kräftiger. Ansonsten blieb er meist schwach.

Der Wind war in diesem Monat erneut meist unauffällig. In Winterberg-Neuastenberg lag die mittlere Windgeschwindigkeit bei 5,2 km/h (Juni 2017: 5,1 km/h). Zum Vergleich: In einem Wintermonat liegt diese etwa doppelt so hoch (Januar 2018: 9,8 km/h). Die höchsten Werte wurden meist mit Durchzug einer Kaltfront am 21. Juni gemessen. Sie lagen meist bei 40 bis 50 km/h in den Orten und bei knapp 70 km/h in freien Lagen.

 

 

Sonne

Abb, 3: Tägliche, mittlere Solarstrahlung an den Stationen Ettelsberg (blau) und Fort Fun (orange). Einige trübe Tage zeigten sich vor allem rund um die Monatsmitte, die letzten Tage waren dann aber wieder sehr sonnig.

Die Sonne teilte sich ihre Kraft in diesem Monat sehr dosiert ein. Während der Monatsstart abgesehen von einigen Gewitterwolken noch meist freundlich verlief waren rund um die Monatsmitte auch einige durchweg bewölkte Tage dabei. So gab es am 24. Juni erstmals seit Anfang April wieder einen vollkommen sonnenfreien Tag. Zum Monatsende war der Himmel dann aber wieder wie blank geputzt und auf dem Kahlen Asten wurde mit rund 170 Stunden noch genau der langjährige Mittelwert erreicht.

 

Der Juni seit 1950

Auch der Juni war wärmer als normal. Er reichte aber bei weitem nicht an den extrem warmen Juni 2003 heran.

So sieht eine Wintersportstätte im Sommer aus. Die Mühlenkopfschanze bei Willingen Anfang des Monats.

Der Juni auf dem Kahlen Asten

Juni Abweichung vom Mittel 1961-90
Mitteltemperatur 13,5 °C +2,6 °C
Höchste Temperatur 23,1 °C -0,8 °C
Tiefste Temperatur 4,1°C +2,0 °C
Warme Tage (Max > 20 Grad) 8 + 2 Tage
Sommertage (Max > 25 Grad) 0 -1 Tag
Niederschlag 40 mm - 68 %
Tage mit mehr als 1 mm Niederschlag 10 -4 Tage
Sonnenstunden 168 Stunden + 1 %
Tage ohne Sonne 1 - 2 Tage
Höchste Windböe 68 km/h -